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Praxis 18. Mai 2006

Geplante Steuererleichterung für Freiberufler und Kleinbetriebe

Der ab 2007 für Einnahmen-Ausgabenrechner geplante Freibetrag für investierte Gewinne ist für Ärzte besonders interessant, da für diese keine Buchführungsgrenzen bestehen.

Die steuerliche Begünstigung des Gewinnes beträgt maximal zehn Prozent, wenn diesem Betrag In-vestitionen von begünstigten Wirtschaftsgütern im gleichen Kalenderjahr gegenüberstehen. Sind diese geringer als die Zehn-Prozent-Grenze, dann ist die Begünstigung mit der Höhe der Anschaffungs- oder Herstellungskosten begrenzt. Insgesamt ist die Begünstigung je Steuerpflichtigem mit 100.000 Euro pro Jahr limitiert. Der so ermittelte Freibetrag für investierte Gewinne mindert die Steuerbemessungsgrundlage. Beispiel: Die Investitionen 2007 betragen 8.000 Euro, der Gewinn (vor Freibetrag) 70.000 Euro. Das ergibt einen maximalen Freibetrag von 7.000, zu versteuern sind daher 63.000 Euro.

Steuerliche Abzugsfähigkeit von Anlaufverlusten verlängert

Begünstigt ist im Wesentlichen die Neuanschaffung von Anlagevermögen in der Ordination mit Ausnahme von Gebäuden und Pkws. Für diese Wirtschaftsgüter gilt eine vierjährige Behaltedauer, bei deren Nichteinhaltung kommt es zur Nachversteuerung. Weiters erfolgt bei Einnahmen-Ausgaben-Rechnern zusätzlich die Ausweitung der steuerlichen Abzugsfähigkeit von Anlaufverlusten nach der Gründung eines Unternehmens. Diese sollen künftig – statt bisher für die ersten drei Jahre – für die ersten sieben Jahre geltend gemacht werden können. Eine weitere Maßnahme ist die Anhebung der Kleinunternehmergrenze im Rahmen des Umsatzsteuergesetzes. Unternehmen sollen künftig nur mehr dann Umsatzsteuer für ihre Leistungen verrechnen müssen, wenn ihr Jahresumsatz über 30.000 Euro liegt. Derzeit liegt die Grenze bei 22.000 Euro.

www.medtax.at

www.medtax.at, Ärzte Woche 20/2006

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