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Praxis 5. Dezember 2005

Konsumentenrechte bei mangelhafter Ware

Wer eine Ware neu kauft, sei es privat oder für die Ordination, hat Anspruch auf Gewährleistung, Garantie und Schadenersatz.

Um es vorweg zu nehmen: Zwischen Gewährleistung und Garantie besteht ein haushoher Unterschied. Bei der Garantie handelt es sich um eine freiwillige, vertragliche Zusage des Händlers oder Herstellers, für Mängel einzustehen. Die Gewährleistung ist hingegen vom Gesetzgeber genau festgeschrieben. Ist eine Ware mangelhaft, hat der Konsument zunächst Anspruch auf Reparatur oder Austausch. Kommt beides nicht in Frage, weil es beispielsweise mit unverhältnismäßig hohem Aufwand für den Händler verbunden ist, hat der Käufer im weiteren das Recht auf Preisminderung oder Wandlung. Wandlung bedeutet, den Vertrag aufzuheben und das Geld gegen Ware zurückfordern zu können.
Die Gewährleistungsfrist beginnt grundsätzlich mit der Übernahme einer Ware zu laufen. Offenkundige, also augenfällige Mängel müssen allerdings bereits zum Zeitpunkt der Übernahme beanstandet werden. Für versteckte Mängel liegt die Gewährleistungsfrist für unbewegliche Sachen bei drei, für bewegliche bei zwei Jahren. In jedem Fall gibt es eine dreijährige Frist, wenn es sich um Schadenersatzforderungen handelt. Diese beginnt ab Kenntnis des Schadens und des Schädigers zu laufen.
Der große Unterschied zwischen Gewährleistung und Schadenersatz besteht – abgesehen von den unterschiedlichen Fristen – darin, dass in ersterem Fall der Unternehmer unabhängig von einem Verschulden für eine mängelfreie Ware haftet. Beim Schadenersatz hingegen ist in jedem Fall ein Verschulden des Unternehmens nachzuweisen.

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