zur Navigation zum Inhalt
 
Praxis 24. November 2005

Haushaltshilfen als Steuerabsetzposten

Haushaltshilfen werden oft auch in der Ordination eingesetzt. Anteilige Kosten können ein Steuerabsetzposten sein, über die Arbeiten sollten jedoch Aufzeichnungen geführt werden.

Häufig arbeiten Hausgehilfinnen nicht ausschließlich für den privaten Bereich, sondern erledigen auch Arbeiten für die Ordination. Sie betreuen z.B. die Ordinationswäsche (abholen, waschen, bügeln, zustellen), tätigen Einkäufe, waschen das Ordinations-Kfz, reinigen die Praxis während des Urlaubs der Bedienerin. In diesen Fällen können anteilige Kosten der Hausgehilfin als Steuerabsetzposten berücksichtigt werden. Zu empfehlen ist, die Art und die Dauer der für die Ordination erledigten Arbeiten zu dokumentieren. Am besten ist es, wenn die Hausgehilfin selbst diese Aufzeichnungen führt, die dann mit den Lohnverrechnungsunterlagen aufbewahrt werden. Natürlich muss das Verhältnis der privaten und betrieblichen Arbeitszeiten plausibel und das Dienstverhältnis bei der Gebietskrankenkasse angemeldet sein. Für Hausgehilfinnen ist – wie für andere Dienstnehmer auch – eine ordnungsgemäße Lohnverrechnung (mit Lohnkontoführung) erforderlich. Hausgehilfinnen bekommen übrigens 15 Monatsbezüge und unterliegen einem besonderen Arbeitsrecht.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben