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Praxis 30. Juni 2017

Schritt für Schritt für mehr Sicherheit

Lieferkette. Der EU-Richtlinie zum Schutz vor gefälschten Arzneimitteln entsprechend, muss ab Februar 2019 jede Verpackung eines rezeptpflichtigen Arzneimittels mit neuen Sicherheitsmerkmalen versehen sein.

Kein gefälschtes Arzneimittel soll seinen Weg in die legale Lieferkette finden. Daher arbeiten die Akteure dieses Vertriebsweges, nämlich Arzneimittelhersteller, Großhändler und Apotheken, intensiv daran, die EU-weiten Vorgaben für neue Sicherheitsvorkehrungen bei Verpackungen rezeptpflichtiger Medikamente auch in Österreich umzusetzen. Ein nationales Datenspeicher- und -abrufsystem soll die Umsetzung in Österreich unterstützen.

Für die Einrichtung dieses flächendeckenden IT-Systems, das die Schnittstelle an die europäische Zentrale („Hub“) und alle Schnittstellen an die Großhändler und abgebenden Stellen, also Apotheken, Krankenhausapotheken und Hausapotheken führende Ärzte, umfasst, beauftragte die kürzlich gegründete Austrian Medicines Verification Organisation – AMVO nun das IT-Unternehmen Arvato Systems.

EU-weite Sicherheitsmerkmale

Die Sicherheitsmerkmale laut neuer EU-Verordnung sollen gewährleisten, dass das von der Apotheke bzw. durch den Arzt mit Hausapotheke an den Patienten abgegebene Medikament ein Original und keine Fälschung ist. Zentrales Element ist eine EU-weit einzigartige Serialisierungsnummer, die das jeweilige Arzneimittel identifizierbar macht. „Dabei geht es um mehr als zehn Milliarden Packungen, die EU-weit jedes Jahr serialisiert werden müssen,“ erklärt Dr. Wolfgang Andiel, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AMVO: „32 Länder werden hier an ein gemeinsames System angeschlossen, sprich tausende Apotheken, Großhändler und Hersteller.“

Quelle: Presseaussendung Pharmig

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