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Praxis 30. Juni 2017

Pharmamarkt im stetigen Wandel

Wachstum. Bis zum Jahr 2020 wird der weltweite Pharmamarkt auf ein Umsatzvolumen von 1,4 Billionen US-Dollar wachsen.

Digitalisierung, medizinische Entwicklungen und höhere Sicherheitsansprüche stellen für die Branche und für das gesamte Gesundheitssystem große Herausforderungen dar, die beim Impulsabend des Pharma Marketing Clubs Austria (PMCA) vor kurzem in Wien diskutiert wurden.

Zu den neuen Entwicklungen zählen beispielsweise Biologika, die zunehmend in neuen Indikationen, wie der Asthmatherapie, eingesetzt werden, oder auch spezialisierte, hochinnovative Medikamente, etwa aus dem Bereich der Onkologika. Für 2020 wird ein Anteil der sogenannten Specialities am Gesamtmarkt von etwa 40 Prozent prognostiziert. Neben kommerziellen und Marktzugangsherausforderungen stehen Pharmaunternehmen weltweit vor neuen regulatorischen Aufgaben im Bereich der Pharmalogistik, die die Sicherheit erhöhen und den illegalen Markt zurückdrängen sollen.

15,7 Prozent OTC-Anteil

Der österreichische pharmazeutische Gesamtmarkt mit öffentlichen Apotheken, Hausapotheken und Anstaltsapotheken verzeichnete im Vorjahr ein wertmäßiges Wachstum von etwa drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der wertmäßige Anteil des OTC-Segments am öffentlichen Apothekenmarkt beträgt derzeit 15,7 Prozent.

Die umsatzstärksten Indikationen im niedergelassenen Bereich waren 2016 Onkologika, Hepatitis-C-Produkte, HIV-Präparate sowie Neue orale Anti-Koagulantien – NOAKs – mit einem wertmäßigen Anteil von 14,3 Prozent. Im Krankenhausbereich hatten onkologische Indikationen mit 20,2 Prozent den größten Wertanteil. „Im OTC-Segment sind die Indikationen Husten und Erkältung, Magen- und Verdauungsmittel sowie Schmerz- und Rheumamittel mit einem Marktanteil von über 45 Prozent führend“, berichtete Mag. Erika Sander, Geschäftsführerin der QuintilesIMS.

Die globalen Trends des Pharmamarkts vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung erfordern einen zielgerichteteren Umgang mit den Ressourcen in der Kommunikation mit den Akteuren des Gesundheitswesens. Informationswege verändern sich, aber die seriöse Kommunikation muss im Sinne einer dauerhaften Vertrauensbeziehung nicht zugunsten von rein kommerziellen Zugängen geopfert werden.

Quelle: Presseinformation PMCA

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