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Praxis 23. November 2005

Unnötig viel Geld wird verheizt

38 Prozent des gesamten Energieeinsatzes geben die Österreicher für die Beheizung von Gebäuden aus. Und mit einem Anteil von gar 78 Prozent ist die Heizung der größte Energiefresser in einem privaten Haushalt. Damit nicht genug, die Preise von Öl und Gas klettern immer weiter in die Höhe.

Wer Energie und Kosten sparen möchte, sollte daher in einem ersten Schritt den energetischen Status des eigenen Heims und seiner Ordination ermitteln. Viele Menschen tun sich jedoch schwer, das zu beurteilen. Energieagenturen helfen mit einer Faustformel. Werden mehr als zwölf Liter Öl pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr verheizt, könnten Verbesserungen am Haus sinnvoll sein. Bei einem Verbrauch von mehr als 24 Litern sollten schon „unbedingt“ Maßnahmen zur energetischen Verbesserung ergriffen werden.
Wer seinen Verbrauch nicht kennt, wohl aber seine Heizkosten, kann auch folgendermaßen rechnen: Bei einem Ölpreis von moderaten 50 Cent pro Liter dürften pro Jahr nicht mehr als sechs Euro Energiekosten pro beheiztem Quadratmeter anfallen. Ansonsten gilt es, nach Einsparmaßnahmen zu suchen – und das heißt, eventuell die alte Heizanlage zu erneuern oder Dämmmaßnahmen durchzuführen.

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Maßnahmen zur Wärmedämmung rentieren sich

Dämmmaßnahmen werden durch öffentliche Stellen unterstützt und sind in der Regel eine hoch rentable Anlage, da sie Energiekosten bis zu 40 Prozent einzusparen helfen. Das investierte Kapital amortisiert sich somit in der Regel schon nach wenigen Jahren. Mit den Sanierungsarbeiten leistet man auch einen Beitrag zur persönlichen Absicherung: Künftigen Preisentwicklungen auf dem Energiemarkt und möglichen Lieferengpässen kann man mit größerer Gelassenheit entgegenblicken. Vorausgesetzt natürlich immer, dass die Dämmarbeiten auch fachmännisch durchgeführt werden. Wo nötig, beispielsweise auch mit einer Dampfsperre oder -bremse. Andernfalls kann es passieren, dass durch eine lücken-hafte Isolierung überhaupt erst Wärmebrücken geschaffen werden. Also einzelne Bereiche, die eine geringere Wärmedämmung aufweisen als die umgebende Fläche und daher schneller auskühlen. Dann kann es zu Bildung von Tauwasser kommen, was Schimmelbildung zur Folge haben kann.

Fördergelder sind vorhanden

Wärmedämmmaßnahmen werden von den Ländern gefördert. Das Land Steiermark beispielsweise gewährt für Sanierungsarbeiten an Altbauten einen rückzahlbaren 50-prozentigen Annuitätenzuschuss. Je nach Ausführung der Dämmmaßnahmen können unterschiedlich viele „Ökopunkte“ gesammelt werden, die über die Höhe der Förderung entscheiden. Informieren Sie sich über die jeweiligen Bestimmungen in Ihrem Bundesland, auch manche Gemeinden geben Unterstützung. Gegebenenfalls kann es sinnvoll sein, die geplanten Maßnahmen auf die spezifischen Förderrichtlinien abzustimmen.

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