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Praxis 23. November 2005

Ärzte und Apotheker kooperieren

Dem Ruf der möglichen Synergien im Gesundheitswesen folgend, kooperieren immer mehr Apotheker auf eine ganz besonders enge Art mit Ärzten aus der näheren Umgebung. Wie könnte man auch möglicherweise leer stehende Räume in vielen Apotheken besser nutzen, als sie an kooperationswillige Ärzte und andere Gesundheitsberufe zu vermieten?

Diese Möglichkeit wurde von Mag. Gabriela Krb in Traismauer umgesetzt. Sie sieht sich damit in ihrer Philosophie bestätigt, in ihrem Gebäude alles rund um die Gesundheit für Mütter mit Kindern, Senioren, Sportler und Berufstätige anzubieten.

Konzept Erlebnisapotheke

Diese Philosophie umfasst natürlich auch die enge Zusammenarbeit ihrer Erlebnisapotheke mit einigen anderen Berufsgruppen des Gesundheitswesens, wie Ärzten, Diätassistenten, Bandagisten oder Optikern. Jedes Jahr werden mehrere Gesundheitsvorträge und Beratungstage in Kooperation mit eben genau diesen Berufsgruppen veranstaltet. Nun soll die Erlebnisapotheke noch weiter ausgebaut werden. Ein Erlebnisgesundheitszentrum entsteht, in dem die Kunden im Mittelpunkt stehen und in einem Haus die optimale Gesundheitsvorsorge bekommen können. Zu diesem Zweck wurde das Obergeschoss des historischen Apothekengebäudes ausgebaut, mehrere Arztordinationen stehen zur Verfügung.
Im Rahmen des Konzeptes können sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitpraxen gemietet werden. Dieses bereits bei mehreren Apotheken erprobte Modell sieht vor, dass sich ein Arzt eine komplette Or-dinationsinfrastruktur nicht zur Gänze mieten und einrichten muss, sondern einzelne Halbtage mieten kann – mit einer erheblich geringeren Kostenbelastung als bei anderen Gemeinschaftsformen oder bei einer Einzelpraxis.

Synergien nutzen ohne enge Bindung an Partner

So werden Synergien ausgenutzt, ohne die Notwendigkeit, sich zu stark an Kooperationspartner, wie bei Praxisgemeinschaften oder Gruppenpraxen, binden zu müssen. Damit kann trotzdem ein gut abgestimmtes medizinisches Konzept verwirklicht werden, man kann gemeinsam Marketing betreiben und manch anderen Vorteil nutzen. Neben den bereits angespro-chenen Möglichkeiten können bei diesem Konzept auch nicht zu unterschätzende Einsparungen durch Geräte-Sharing erzielt werden, da viele Geräte in Einzelordinationen nur zu einem Bruchteil der möglichen Zeit betrieben werden. So lassen sich die Kosten bei geschickten Konstellationen um bis zu zwei Drittel reduzieren. Auch beim Einkauf von Material oder Geräten zur Einzelnutzung sind durch die engere Kooperation der beteiligten Ärzte wirtschaft-liche Vorteile möglich. So wird beispielsweise auch Klinikärzten ein zweites Standbein ermöglicht, ohne zu große Belastung der wirtschaftlichen Anforderungen. Als besonderes Zuckerl bietet die Besitzerin bei Einstieg bis zum Jahresende sechs Monate mietfrei und sechs weitere Monate nur die halbe Miete an.

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