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Praxis 23. November 2005

Das kleine Einmaleins der risikoarmen Geldanlage

Träume von der Verdopplung des eingesetzten Kapitals sind erlaubt. Ein neues Zeitalter des ungebrochenen Wachstums ist aber nicht angebrochen.

Nach dem Boom gegen Ende des letzten Jahrhunderts hat im Geldanlagegeschäft mittlerweile wieder die Realität Oberhand gewonnen. Die Märkte verhalten sich inzwischen weitestgehend entsprechend ihren natürlichen Gesetzen, doch auch die guten Zuwächse der vergangenen Monate können die Verluste der Jahre davor bei weitem noch nicht ausgleichen. Das Thema Geldanlage ist dennoch immer aktuell. Gründe dafür gibt es genug, sei es die geplante Investition in Auto oder Haus, die generelle Absicherung von Eventualitäten der Zukunft, die Ausbildung der Kinder oder einfach die notwendige Absicherung für die Pension. Einen Teil seines Einkommens als Zukunftssicherung anzulegen, macht immer Sinn. Streng getrennt nach dem geplanten Verwendungszweck, sollten es bis zu 15 Prozent des Einkommens sein. Geldanlagen sind nach konkreten Kriterien zu beurteilen. Sie unterscheiden sich in Sicherheit, Renditechance und Bindungsfrist. Während der bevorstehende Hausbau mit kurzer Bindefrist und Sicherheit ausgestattet sein sollte, kann ein Teil der Pensionsabsicherung durchaus langfristig und daher mit eventuell besseren Ertragschancen gebunden werden.

Geldanlage ist keine Hexerei

So gibt es zahlreiche verschiedene Geldanlagemöglichkeiten, von denen keine pauschal als gut oder schlecht qualifiziert werden kann; es kommt eben auf den Verwendungszweck des Geldes an. Eine populäre, sichere Variante der Geld­anlage ist das Sparbuch. Man kann zwar froh sein, wenn nach Abzug der Kapitalertragssteuer noch ein Zinsgewinn in Höhe der Inflationsrate bleibt, aber Eigenkapital für bevorstehende Immobilienkäufe ist am Sparbuch immer gut aufgehoben. Mit einem garantierten Mindestzinssatz und einer gewinnabhängigen Komponente ausgestattet, können Lebensversicherungen als Teil der Pensionsabsicherung oder Kreditrückzahlung mit längerer Laufzeit empfohlen werden. Ein Nachteil liegt in den hohen Kosten bei vorzeitiger Vertragsauflösung. Wertpapiere kommen für eine mittel- bis längerfristige Geldanlage in Frage. Die Kurse werden kurzfristig rein auf Angebot und Nachfrage abgestimmt, die Kursentwicklung ist in keinster Weise vorhersehbar und kann sich jederzeit ändern. Eine Risikominderung ergibt sich durch das Zusammenstellen von Portfolios mehrerer Papiere in so genannten Fonds. Eine weitere Risikoreduzierung erfolgt durch kontinu-ierliches Ansparen. Anlagen in Investmentfonds sind mittel- bis langfristig zu sehen und beispielsweise als Teil einer Pensionsvorsorge gut geeignet. Im Seminar „Kleines Einmaleins der Geldanlage“ beim 1. Praxismanagement-Kongress am 28. und 29.10.2005 in Vösendorf werden neben allgemeinen Grundlagen und gängigen Veranlagungsarten auch exotische Produkte wie Venture Capital oder Hedge Fonds analysiert. Die Referenten Dagmar Triller und Michael Dihlmann zeigen auf, dass Vermögensbildung keine Hexerei ist – zumindest dann nicht, wenn man die Gesetze der Geld- und Kapitalmärkte kennt, respektiert und zu seinen Gunsten einsetzt.

Infos zum 1. Praxismanagement-Kongress unter www.aerztewoche.at

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