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Praxis 21. November 2005

Alle Infos rund um die e-card

Beginnend mit dieser Ausgabe, wird PRAXIS & WIRTSCHAFT über alle fürÄrzte relevanten Details zur Einführung der e-card berichten: Terminmanagement für Installation, Schulungen, EDV-assoziierte Fragen und Kosten.

Im Lauf dieses Jahres wird der Krankenschein Schritt für Schritt von der e-card abgelöst. Schritt für Schritt aus logistischen Gründen, da es unmöglich ist, alle betroffenen Ordinationen und sozialversicherten Menschen in Österreich zeitgleich mit den notwendigen Grundlagen auszustatten. Nach einem Probebetrieb im Burgenland mit rund 80 Ordinationen startet Ende Mai 2005 der so genannte „Rollout“, die flächendeckende Etablierung des Chipkartensystems. Innerhalb eines halben Jahres werden alle Ordinationen von Vertragspartnern der österreichischen Sozialversicherung mit der notwendigen Hardware ausgestattet. In mehr als 400 Schulungen wird das nötige Wissen zur Bedienung des e-card-Systems vermittelt. Schließlich sind rund acht Millionen Versicherte mit der e-card zu versorgen.

Ausstattung der Vertragsärzte

Vertragsärzte werden verpflichtend mit GIN-Zugangsnetz-Router, GINA (Gesundheits-Informations-Netz-Adapter) und Kartenlesegeräten (LAN-CCR) ausgestattet. Die Kosten dafür übernehmen die Sozialversicherungsträger. Mit diesen Voraussetzungen kann ein Arzt über Breitband-Datenanbindung mit dem e-card-Rechen­zentrum des Hauptverbandes verbunden werden. Es handelt sich dabei um ein privates Netz (GIN-Zugangsnetz; Gesundheits-Informations-Netz). Die Einbindung von zusätzlichen Diensten, wie zentral abgesichertes Internet, e-Mail und Befundübermittlung, wird über den so genannten Peering-Point angeboten.

Laufende Kosten trägt der Arzt

Bei jenen niedergelassenen Vertragsärzten, bei denen aus technischen Gründen keine Breitband-Datenanbindung möglich ist, wird mittels ISDN-Wählleitung die Verbindung mit dem e-card-Rechenzentrum hergestellt. Diese ermöglicht die Verwendung aller e-card-Anwendungen. Die Kosten für die Installation des Anschlusses trägt die Sozialversicherung. Für die laufenden Kosten muss der Arzt aufkommen, pro Monat werden dafür vorläufig etwa 40 Euro anfallen. Die Installation wird von Technikern jenes Telekommunikations-Providers durchgeführt, für den sich der Arzt im Vorfeld selbst entschieden hat. Derzeit stehen zwei Anbieter zur Wahl.

Mit oder ohne Ärztesoftware

Der Vertragsarzt hat nun zwei Auswahlmöglichkeiten: Wer ohne Praxis-EDV arbeitet, kann die GINA mittels Tastatur und Bildschirm zum „bedienbaren PC“ aufrüsten, um auf diese Weise mit dem e-card-Server einen Dialog aufzubauen. Das gilt natürlich auch für jene Ärzte, die zwar eine Praxis-EDV betreiben, aber die GINA nicht an das EDV-System anschließen wollen. In diesem Fall kann die Bedienung des e-card-Systems alternativ auch mittels eines Umschalters am Arzt-PC erfolgen. Zweite Möglichkeit ist die Integration der GINA in die bestehende Arztsoftware. Module werden von den einschlägigen Firmen um bis zu 400 Euro angeboten, derzeit ist eine „Subventionslösung“ in Verhandlung.

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