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Praxis 10. Oktober 2005

Ärzte Woche e-card-Dialog III

Welche Vorteile hat der Arzt durch den Peering Point?
Bei der Anbindung an den Peering Point hat der Arzt freie Wahl innerhalb der für das GIN-Zugangsnetz zertifizierten Provider, denn nur diese erfüllen die hohen Sicherheits- und Qualitätsstandards. Jeder Benutzer kann davon ausgehen, dass die mit seiner Standesvertretung (ÖÄK) abgestimmten Vorgaben für Sicherheit, Verfügbarkeit und Qualität von allen zertifizierten Providern im GIN sowohl für das Zugangsnetz als auch für die Mehrwertdienste eingehalten werden.

Welche Anforderungen stellt der Hauptverband an die Provider?
Das GIN-Zugangsnetz des Providers muss in sich geschlossen sein, Internet darf nicht Trägermedium des GIN-Zugangsnetzes sein. Es muss eine so genannte redundante Anbindung an den Peering Point vorhanden sein, also eine doppelte Auslegung jeder Leitung mit zweifach vorhandener Hardware. Vom Ausfall einer zentralen Komponente dürfen maximal zehn Prozent der angeschlossenen Ärzte eines Providers betroffen sein. E-card- und Mehrwertdienste-Netz dürfen sich untereinander nicht beeinflussen. Die GIN-Mehrwertdienste-Provider müssen die gesetzlichen Vorschriften sowie die Richtlinien der ÖÄK für die Übertragung medizinischer Daten einhalten. Es dürfen keine Peer-to-Peer-Netzwerke bestehen, die direkten Datenaustausch zwischen Teilnehmern des GIN ermöglichen. Das Routing muss immer über den Peering Point gehen. Der Provider darf keine Chat-Programme betreiben.

Ist die Sicherheit der Arzt- und Patientendaten gewährleistet?
Auf der e-card selbst sind keine Gesundheitsdaten des Patienten gespeichert, sondern ausschließlich Name, Geschlecht, Sozialversicherungsnummer sowie der akademische Titel. Die Sicherheit des GIN wird durch die Peering Point GesmbH gewährleistet. Aus Sicherheitsgründen wird das GIN nach dem Modell einer Closed User Group aufgebaut, ausschließlich dem e-card-System bekannte Vertragspartner können teilnehmen. Ein Dialog mit dem e-card-Rechenzentrum kann ausschließlich durch den Vertragspartner initiiert und aufgebaut werden. Das direkte Anwählen eines anderen Vertragspartners ist aus technischen Gründen ausgeschlossen. Der Peering Point ist die Datenzentrale im GIN-Netz, die jeder Datenstrom zu passieren hat, wobei mehrere Firewalls durchlaufen werden.

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