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Praxis 24. November 2005

Spielerisch wirtschaften lernen

Der Start in die Seminarsaison für Praxisgründer 2004 ist geglückt. Vor allem das spielerische Element begeisterte.

Im Hotel Schloss Weikersdorf in Baden bei Wien fand das erste von sechs Praxisgründungs-Seminaren mit Planspiel statt, die heuer im Frühjahr als Kooperation vonÄRZTE WOCHE, Basler Ärztedienst und der Pharmafirma GlaxoSmithKline veranstaltet werden. Mitveranstalter in Baden war der Verein Wahlärzte und Mittelbau Niederösterreich, der vom Vizepräsidenten der Ärztekammer für NÖ, Dr. Christoph Reisner, geleitet wird.

Nach Auswertung zahlreicher Beurteilungsbögen der letzten Jahre wurde das Programm umgestellt, die Referate teilweise neu besetzt. So wurde einen Tag lang alles vermittelt, was Praxisgründer aus wirtschaftlicher Sicht beachten müssen.

Planspiel als Kernstück

Ein neues, aber elementares Kernstück des Seminars feierte seine Premiere: Der Seminartag wurde von einem Praxisgründungs-Planspiel eingerahmt, in das laufend die Erkenntnisse aus den Einzelvorträgen eingearbeitet wurden. So entstand im Laufe des Tages eine wirtschaftliche Ordinationsplanung auf Basis eines Vollzeitwahlarztes ohne Nebenanstellung, in die alle möglichen Kostenfaktoren eingearbeitet wurden. Nachdem die ersten Praxisjahre durch große Schwankungen gekennzeichnet sind, wurden insgesamt fünf Jahre durchgeplant. Berechnet wurden im Detail alle finanziellen Konsequenzen des Personaleinsatzes, selbstverständlich kamen auch die verschiedenen Finanzierungsformen und deren Auswirkungen auf das Einkommen zur Sprache. Die Bereiche Einkommensteuer, Kammerbeiträge und Sozialversicherung wurden ebenfalls beleuchtet; hier verschätzen sich die meisten Ärzte im Hinblick auf Belastungen in der Zukunft.

Spielerisch kalkulieren

Gegen Ende des Seminartages durfte „gespielt“ werden: In das Planungsszenario wurden nun verschiedene betriebswirtschaftliche Fragestellungen eingearbeitet. So wurde beispielsweise spielerisch errechnet, welchen Zusatzumsatz man braucht, um eine Investition einer bestimmten Größenordnung ohne Verlust an Einkommen tätigen zu können. Ferner wurden verschiedene Lösungsmöglichkeiten dargestellt, einem Umsatzrückgang zu begegnen. In diesem Zusammenhang wurde anhand des Beispiels gezeigt, wie man eine Untermiete berechnet, wie solche Verträge gestaltet sein können und natürlich wie sich so ein Mietverhältnis auf das Nettoeinkommen auswirkt. Anhand dieses Spiels wurde jedem Teilnehmer klar, dass ein erfolgreiches Dasein als Wahlarzt im Optimalfall über geeignete Kooperationen führt.

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