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Praxis 3. Mai 2016

Zeit, um zu leben

Die kürzere Arbeitszeit kommt bei Spitalsärzten gut an.

Eine IFES-Studie zeigt, dass die Mehrheit der Mediziner mit den aktuellen Bedingungen in den Spitälern zufrieden sind.

Die Verkürzung der Spitalsärzte-Arbeitszeit auf 48 Stunden pro Woche kommt bei den Betroffenen gut an. Die Zufriedenheit mit dem Einkommen, dem Ausmaß der Arbeitszeit und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist seit 2013 gestiegen, geht aus einer IFES-Untersuchung im Auftrag der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) hervor. Problematisch werden der Zeitdruck und Administrationsarbeiten gesehen.

„Die Arbeitszeitreduktion hat positive Auswirkungen“, sagt IFES-Projektleiter Georg Michenthaler. Auch die Belastung durch Überstunden und lange Dienste und das wahrgenommene Mobbing durch Vorgesetzte und Kollegen ist bei den im März und April befragten 1.773 Ärzten gesunken.

60 Prozent erklärten, dass sie keinen Einkommensverlust in Kauf nehmen mussten. Anders als bei der letzten Umfrage 2013 meinten nun 57 Prozent, dass sie mit ihrem Einkommen zufrieden oder sehr zufrieden sind. 2013 lag dieser Wert noch bei 44 Prozent. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit betrug nun 48 Stunden (2013: 54, 2006: 59), die höchste Stundenzahl im letzten Halbjahr 62 Stunden (2013: 68, 2006: 75).

Die Wunscharbeitszeit pro Woche lag aber noch niedriger, nämlich bei 41 Stunden.

83 Prozent begrüßten die nunmehrige Beschränkung der Dienstzeit auf maximal 25 Stunden und nur 33 Prozent haben von der Opt-out-Möglichkeit für eine längere Wochenarbeitszeit Gebrauch gemacht. Insgesamt wird die Arbeit im Krankenhaus positiv bewertet (26 Prozent angenehmer, 50 Prozent unverändert).

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