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Ordinationen mit einem Umsatz von mehr als 15.000 Euro müssen 2016 über eine Registrierkasse verfügen.

 
Praxis 23. November 2015

Die Steuerreform im Überblick

Teil 1: Der automatische Steuerausgleich für Spitalsärzte kommt. Vorteile für niedergelassene Ärzte.

Das Steuerrecht zeichnet sich durch Dynamik aus. Das beweist die jüngste Steuerreform, die Entlastungen und Vereinfachungen bringt, aber auch verschärfte Kontrollmaßnahmen für viele Wirtschaftstreibende, etwa für Ärzte.

Die Gruppen, die von der Reform des Einkommensteuertarifs am meisten profitieren, sind Familien und Kleinverdiener. Das Kernstück der Steuerreform ist nämlich ein neuer Steuertarif. Das Plus: Der Eingangssteuersatz wurde von 36 Prozent auf 25 Prozent gesenkt. Außerdem müssen Sie erst ab 90.000 Euro 50 Prozent Ihrer Einkünfte an den Staat abliefern. Im Gegenzug müssen Großverdiener für ihr Einkommen über 1 Mio. satte 55 Prozent berappen.

Absetzbeträge

Nicht nur der Tarif kommt den Steuerpflichtigen zugute. Auch andere Maßnahmen wirken sich positiv auf das Familienbudget aus. So werden der Arbeitnehmer- und der Verkehrsabsetzbetrag auf 400 Euro angehoben. Der Kinderfreibetrag wird auf 440 Euro verdoppelt und Kleinstverdiener erhalten 50 Prozent ihrer Sozialversicherungsbeiträge zurück.

Arbeitnehmerveranlagungen sollen in vielen Fällen automatisch erfolgen, etwa für Spitalsärzte, so kommt jeder auch ohne Antrag zur ihm zustehenden Steuergutschrift.

Gut Lachen haben niedergelassene Ärzte, die ihren Gewinn mittels Einnahmen-Ausgaben-Rechnung ermitteln. Sie können ihre Verluste nunmehr zeitlich unbegrenzt vortragen. Private Versicherungen können nur mehr dann als Sonderausgabe abgesetzt werden, wenn der Vertrag bereits besteht.

Nicht alle profitieren: Empfindliche Einbußen gibt es für Spitalsärzte mit Firmenwagen. Der Kfz-Sachbezug wird von 1,5 auf 2 Prozent angehoben, wenn der CO2-Ausstoß mehr als 120 g beträgt ( www.medplan.at ).

Astrid Schwödt, Ärzte Woche 48/2015

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