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Praxis 17. August 2005

Ärzte vor der Anklagebank schützen

Eine genaue Statistik, wie viele Ärzte jährlich strafrechtlich verfolgt werden, existiert nicht. Ein Blick nach Deutschland lässt allerdings die Vermutung zu, dass die Zahl erheblich steigen wird.

Einerseits ist zu erwarten, dass die Begehrlichkeit der Patienten zunimmt. Es steigen sowohl die Ansprüche als auch das Wissen. Schon jetzt ist es für jeden Patienten leicht möglich, sich über Internet zahlreiche Informationen über Krankheitsbilder und Behandlungsmethoden zu verschaffen und das „ärztliche Wissen“ und den Informationsgehalt eines Beratungsgesprächs in einer Ordination zu überprüfen.
Ärzte denken fast immer daran, das Risiko der Arzthaftung für Schadenersatz und Schmerzensgeld durch den Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung zu minimieren, sehen jedoch nicht die Gefahr, auch strafrechtlich belangt zu werden. Das Risiko eines Strafverfahrens wird unterschätzt, obwohl für den Arzt doch seine gesamte berufliche Zukunft auf dem Spiel stehen kann.

Versicherung mit Lücken

Das strafrechtliche Risiko bedarf daher einer Absicherung mittels einer Berufsrechtsschutz-Versicherung, die allerdings unter bestimmten Umständen Lücken im Deckungsumfang aufweist, beispielsweise bei vorsätzlichem Verhalten. Dieses liegt bereits dann vor, wenn der Arzt einen Misserfolg oder einen bestimmten Schadenseintritt für möglich hält und gegen dessen Verwirklichung nichts unternimmt. Hinzu kommt, dass der Arzt auch für Handlungen seiner Mitarbeiter die strafrechtliche Verantwortung trägt, und zwar aus dem Aspekt des Organisations- und Überwachungsverschuldens. Neben der Kompetenz des Strafverteidigers ist hier oft die Einholung eines eigenen Sachverständigengutachtens von erheblicher Bedeutung für den Ausgang eines Verfahrens. Zwar beauftragen die zuständigen Gerichte von sich aus Sachverständige, wenn das Gericht selbst nicht über die erforderlichen Fachkenntnisse verfügt, aber Privatsachverständige haben Verfahren schon oft eine entscheidende Wende gegeben.
Recht haben und Recht bekommen sind zweierlei. Daher sollte man seine Versicherungen auch im Hinblick auf die Abdeckung eines strafrechtlichen Risikos überprüfen. Die Basler Versicherung übernimmt als erste und bisher einzige in Österreich dieses Risiko. Die Strafe selbst kann natürlich von keiner Versicherung übernommen werden, wohl aber die Kosten eines mehrinstanzlichen Verfahrens. Hier kann die optimale Absicherung mithelfen, damit die Strafanzeige nicht zusätzlich eine finanzielle Katastrophe wird.

Infohotline Strafrechtschutz:
0316/325 055,www.basler.co.at

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