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Praxis 17. August 2005

Wiedererkennung ist gut fürs Geschäft

Ein schlüssiges Gesamtkonzept für eine Ordination bietet die Chance, Patienten auf sich aufmerksam zu machen und sich von der Konkurrenz abzuheben.

„Ein Produkt kann noch so gut sein – wer es nicht schafft, es an den Mann zu bringen, wird auch kein Geld damit verdienen“, sagt Harald Kuttner, Unternehmens-berater in Wien. Daher sei ein schlüssiges Gesamtkonzept für eine Ordination notwendig. Zu den notwendigen Maßnahmen gehört jedenfalls die Festlegung eines einheitlichen Erscheinungsbildes, am besten mit eigenem Ordinationslogo.„Die Schlagworte lauten Indi-vidualität und positive Darstellung“, betont Kuttner. Corporate Identity (CI) und Logo müssen die Persönlichkeit des Arztes sowie die gewünschte Meinung über die Ordination widerspiegeln. Diese Kontinuität muss sich natürlich durch alle Bereiche der Ordination ziehen. Ein Logo soll die Wiedererkennung der Ordination fördern und sich daher auf allen Schriftstücken befinden, welche die Arztpraxis verlassen. Neben Briefpapier, Visitenkarten und Wiederbestellblöcken ist das Logo auf dem Ordinationsschild unerlässlich. „Manche Ärzte ziehen das bis zur Kleidung des Personals sowie in der Beschilderung in der Ordination durch“, berichtet der Unternehmensberater.
Praxisteam einbeziehen Kuttner hat im Laufe seines Berufslebens viele Beobachtungen gemacht: „Wichtig sind positive Symbole, die Auswahl sollte jedoch auf Arzttyp, Zielgruppe und Ordination abgestimmt sein.“ Er empfiehlt auch ausdrücklich, das Pra-xisteam in die Entwicklung einer CI-Linie samt Logo mit einzubeziehen. Schließlich müssten sich die Mitarbeiter auch mit dem Unternehmen identifizieren, sie seien nicht zu unterschätzende Kommunikationsfaktoren mit dem Umfeld.

Charakter und Persönlichkeit des Arztes berücksichtigen

Die Auswahl und Gestaltung der Linie ist jedoch nicht immer einfach und sollte unter Berücksichtigung einiger wichtiger Faktoren erfolgen. Charaktereigenschaften und Persönlichkeit des Arztes dürfen durch eine gewählte Richtung nicht unterlaufen werden. „Es macht wenig Sinn, wenn sich ein sportlicher, lebensfroher Arzt mit einem biederen Logo schmückt“, so Kuttner. Nachdem in aller Regel schon eine Ordinationseinrichtung vorhanden ist und wahrscheinlich nicht im Zuge der CI-Entwicklung ausgetauscht wird, kann man die Farben und Formen durchaus mit dem Bestehenden in Einklang bringen. Außerdem spielen Fachrichtung und vorhandene medizinische Schwerpunkte eine wichtige Rolle, beispielsweise in Bezug auf die Auswahl von Grafiken.

Eigenbau unglaubwürdig

Wenn alle Informationen und Ideen gesammelt sind, sollte ein Profi mit der Ausgestaltung beauftragt werden. Kuttner: „Viele Ärzte haben schon versucht, solche Dinge im Eigenbau zu kreieren. Oft sind gute Ideen dann einfach miserabel umgesetzt, und das wirkt unglaubwürdig.“ Der Grafiker sollte allerdings mit denselben Überlegungen ausgewählt werden. Wer sich Arbeiten oder Referenzen zeigen lässt, erkennt schnell, ob „die Handschrift“ auch mit den Gedanken und Vorstellungen des Praxisteams bei der Entwicklung im Einklang steht.

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