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Praxis 17. August 2005

Keine e-card ohne o-card

Zwei Karten sind notwendig, um mit der Sozialversicherung kommunizieren zu können: Die e-card des Patienten und die o-card, die den Arzt als ­Vertragspartner ausweist.

Nach erfolgter Installation der für das e-card-System notwendigen Teile führt der Rollout-Techniker des gewählten Telekommunikationsproviders die Inbetriebnahme der Komponenten und anschließend eine technische Einweisungsschulung des Vertragspartners durch. Jedem Vertragspartner wird eine so genannte o-card, eine geschützte Karte mit PIN-Code in zweifacher Ausfertigung, zugeordnet. Auf der Vorderseite der o-card sind Vor- und Nachname sowie Titel des Vertragspartners aufgedruckt. Weiters ist die Kartenfolgenummer unterhalb des Chips aufgebracht. Im rechten Bereich steht die Vertragspartnernummer, am unteren Rand die Web-Adresse der Österreichischen Sozialversicherung sowie die Telefonnummer des Call-Centers. Ein etwaiger Verlust, Defekt oder Diebstahl der o-card ist dem Call-Center unverzüglich mitzuteilen. Die Sperre der aktuellen Karte und die Neuausstellung einer Folge-o-card werden dann veranlasst.

o-card zur Identifikation

Zu Beginn einer Ordination ist die o-card in das Kartenlesegerät zu stecken und die PIN via Tastatur einzugeben. Hiermit wird eine gesicherte Verbindung (Dialog) mit dem e-card-Server aufgebaut. Danach kann es losgehen, die Patienten können kommen. Hierbei gibt es einige Möglichkeiten. Wenn der Patient eine e-card mit hat, muss diese in das Lesegerät gesteckt werden. Laut Vertrag ist diese nur einmal im Abrechnungszeitraum erforderlich, dennoch muss die e-card bei jedem Arztbesuch vorgelegt werden. Nach spätestens fünf Sekunden kommt die gesicherte Nachricht, ob die vorliegende Konsultation, basierend auf dem aktuellen Vertragsverhältnis zwischen Sozialversicherungsträger und Arzt, durch die Sozialversicherung gedeckt wird. Der Arzt kann somit behandeln, muss keine Dokumente (wie Krankenscheine) einreichen und ist sich seiner Honorierung sicher. Die Abrechnung selbst erfolgt bis auf weiteres wie bisher mit Krankenscheinen. Ab 2006 gibt es keine Krankenscheine mehr, die Abrechnung erfolgt auch jetzt schon verpflichtend elektronisch. Einstweilen muss der Arzt die Krankenscheine aufbewahren, was mit der e-card wegfallen wird.

Wenn die e-card fehlt

Für den Fall, dass der Patient die e-card nicht dabei hat, ist die Sozialversicherungsnummer einzugeben und die Konsultation mit der o-card zu signieren. Dieser Prozess ist pro Abrechnungszeitraum nur in begrenzter Anzahl zulässig. Der Patient muss in jedem Fall die e-card nachbringen, was bisher auch beim Krankenschein notwendig war.

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