zur Navigation zum Inhalt
 
Praxis 17. August 2005

e-card auch für Wahlärzte kostenlos

Wahlärztevertreter für die Steiermark setzen Verwendung der Hauptverbandsmittel zur flächendeckenden Anbindung aller hauptberuflichen Wahlärzte durch.

Im Rahmen des e-card-Vertrages ist eine kostenlose Einbindung der Wahlärzte mit kleinen Kassen oder mehr als 150 Gesundenuntersuchungen pro Jahr vorgesehen. „Die Anliegen der Wahlärzte wurden in den Verhandlungen mit dem Hauptverband von Anfang an berücksichtigt“, so Dr. Martin Millauer, Wahlärztereferent der Bundeskurie und stellvertretender Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte in der Ärztekammer Steiermark.

Situation für Sonderfälle

Was geschieht aber mit den vielen Fachgruppen ohne Vorsorgeuntersuchungsvertrag, z.B. HNO, Dermatologie, Augenheilkunde, und Ärzten mit einer zu niedrigen Frequenz an Vorsorgeuntersuchungen? Laut Millauer benötigen auch diese Gruppen auf längere Sicht die Teilnahme am e-card-Programm, im Hinblick auf elektronisches Rezept oder Arzneimittel-Bewilligungs-Service (ABS). Das sei auch möglich, allerdings müsse das System von diesen Ärzten gekauft werden – außer die Landeskurie zeigt Verhandlungsgeschick. In der steirischen Landeskurie wurde insofern eine Lösung vorbereitet, als aus den Mitteln des Hauptverbandes für die Implementierung des Systems – immerhin 3,5 Mio. Euro in drei Tranchen – eine Stützung aus dem steirischen Anteil dieser Gelder für zumindest hauptberufliche Wahlärzte zustande kommen wird. In der Diskussion innerhalb der Bundeskurie konnte diese Linie durch massive Unterstützung seitens des Bundeskurienobmannes Dr. Jörg Pruckner und seines Stellvertreters Dr. Walter Arnberger insofern intensiviert werden, als sich zumindest die Landeskurien Salzburg, Tirol, Vorarlberg und Kärnten dem steirischen Vorstoß anschlossen. Somit sei laut Millauer darauf zu hoffen, dass die übrigen Landeskurien dieser Idee folgen und aus ihren anteiligen Mitteln die Wahlärzteschaft im jeweiligen Bundesland stützen. Diese geforderte Solidarität sollte angesichts der Tatsache eines zahlenmäßig an-nähernden Gleichstandes zwischen Kassen- und Wahlärzten nicht all zu schwer fallen.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben