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Praxis 17. August 2005

Ozontherapie frischt auch die Kassa auf

Ein Gerät für die Ozontherapie kostet ca. 15.000 Euro. Für eine 20-minütige Behandlung werden bis zu 70 Euro berechnet. Mit 40 Patienten pro Jahr kommen Sie auf Ihre Rechnung.

Die Ozontherapie ist etwa 80 Jahre alt und wird heute von zahlreichen Ärzten mit Erfolg angeboten. Die Behandlung verbessert den Stoffwechsel der Zellen, baut verstärkt Harnsäure und Fette ab, verringert Durchblutungsstörungen und erhöht das Angebot von Sauerstoff für das Gewebe. Durch diese Eigenschaften werden viele Arten von Bakterien, Viren und Pilzen abgetötet. Ozontherapie passt daher gut in das Spektrum einer Wellness-orientierten Ordination aller Fachrichtungen. Für eine Behandlung muss der Patient an das Gerät angeschlossen werden: Blut wird abgenommen, mit Sauerstoff angereichert und wieder in den Blutkreislauf zurückgeführt. Eine Sitzung dauert ca. 20 Minuten. Der Arzt muss zwar den Patienten an- und abhängen, kann aber die Zwischenzeit für andere Behandlungen oder Administration nutzen. Bei Bedarf kann die Ozontherapie auch regelmäßig durchgeführt werden.

Geplante Nutzungsdauer

Für die Kalkulation dieses Zusatzangebotes sind nur wenige Kenngrößen erforderlich. Ein Gerät für die Ozontherapie kostet ca. 15.000 Euro; das ergibt bei einer geplanten Nutzungsdauer von fünf Jahren eine jährliche Belastung von 3.000 Euro. Pro Behandlung können bis zu 70 Euro angesetzt werden.

Deckungsbeitrag ermitteln

Auf dieser Basis ergibt die Deckungsbeitragsrechnung folgende Summen: Wer 70 Euro in 20 Minuten umsetzt, erreicht einen Stundenumsatz von 210 Euro. Zur Erinnerung: Eine durchschnittliche Ordination setzt im Vollbetrieb 160 Euro pro Stunde um, unter Ausnutzung der gesamten Infrastruktur samt Assistenz. Dem Ordinationsinhaber bleiben 80 Euro übrig. Diese Zahlen sind bereits ein Indiz dafür, dass Ozontherapie auch finanziell betrachtet vorteilhaft ist. Der zweite Blick gilt der Break-even-Berechnung. Dieser Wert sagt aus, ab wie viel Behandlungen die Investition sich amortisiert, also bezahlt ist. Dies ist bei knapp 15 Betriebsstunden, also 45 Patienten pro Jahr, der Fall. Wer so ein Gerät besitzt, sollte es möglichst konsequent einsetzen. Bei 100 Behandlungen pro Jahr wird ein Ertrag von 4.000 Euro erwirtschaftet, bei 200 Behandlungen (also durchschnittlich eine pro Tag) sind es bereits 11.000 Euro. Das sind beachtliche Werte in Anbetracht der Tatsache, dass sich diese Leistung quasi ohne zusätzlichen Arbeitsaufwand „nebenher“ erbringen lässt. Selbstverständlich können auch preislich attraktive Zehnerblocks angeboten werden. Informationen über diese Therapie sollten als „Verkaufsunterstützung“ im Wartezimmer aufliegen.

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