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© Photodisc/Thinkstock
Die Zahnschmerzen eines Patienten können bisweilen auch für den Zahnarzt unangenehm werden.
 
Praxis 27. März 2014

Fehldimensionierter Zahnersatz

Ein Zahnarzt in Deutschland muss 5.000 Euro Schmerzensgeld für ein zu großes Implantat zahlen.

Der Zahnarzt aus Rheinland-Pfalz wurde zu 5.000 Euro Schadenersatz verurteilt, nachdem sein Patient durch ein nicht passendes, überdimensioniertes Zahnimplantat tagelang an Nervenschmerzen gelitten hatte.

„Verrechnet“ sich ein Zahnarzt und setzt seinem Patienten versehentlich ein zu großes Implantat ein, ist eine Schmerzensgeldforderung in Höhe von 5.000 Euro nicht als unangemessen hoch anzusehen.

Zumindest dann nicht, wenn der Betroffene sechs Tage lang unter starken Nervenschmerzen zu leiden hatte und der zahnärztliche Fehlgriff zu einer dauerhaften Gefühlsbeeinträchtigung im Behandlungsbereich führte. Darauf weist die Deutsche Anwaltshotline (DAH) mit Blick auf ein Urteil des Oberlandesgerichtes Koblenz hin.

Dekompression reichte nicht aus

Laut DAH konnte der Zahnarzt zwar durch das Zurückdrehen des Implantates eine gewisse Dekompression herbeiführen, doch noch immer ragte der fehldimensionierte Zahnersatz leicht in den Nervenkanal hinein. Nicht mehr korrigieren lassen habe sich jedenfalls der Umstand, dass das Implantat in der Tat viel zu groß sei.

Das Mainzer Landgericht sprach dem Patienten ein Schmerzensgeld in Höhe von 5.000 Euro zu. Das habe der Zahnmediziner für unangemessen und nicht vertretbar gehalten und wollte maximal 2.500 Euro bezahlen. Mit dem Ansinnen scheiterte der Zahnarzt aber laut DAH beim rheinland-pfälzischen Oberlandesgericht.

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