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Praxis 21. Februar 2014

Spannungsabbau zwischen Arzt und Apotheker

Verbesserte Kommunikation nützt beiden Seiten

Das Verhältnis zwischen Ärzten und Apothekern ist an manchen Standorten nicht frei von Spannungen. Das ist bei unseren Deutschen Nachbarn nicht anders als bei uns. Die Kommunikation könnte also verbessert werden.

Für Allgemeinarzt Dr. Manfred Simon sind viele Angebote in den Apotheken ein Ärgernis. „Ich rege mich jedes Mal auf, wenn ich Gesundheitschecks in den Apotheken sehe“, sagt der Arzt aus Kronshagen bei Kiel. Er spricht von einem „angespannten Verhältnis“ zu den Apotheken. Dass viele Apotheken auch Blutzuckermessungen anbieten, ist für ihn zumindest kein wirtschaftlicher Nachteil - denn die Honorierung im Centbereich für Ärzte ist nach seiner Ansicht einfach zu unattraktiv. Um aber das Verhältnis zu den Apothekern insgesamt zu verbessern, ist für ihn deutlich mehr Kommunikation notwendig: „Wir müssen mehr miteinander reden, anstatt unabgestimmt nebeneinander Diagnostik zu betreiben.“

Nicht nur reden, sondern handfeste Kooperation wollten rund 60 Apotheker vor einigen Jahren in Hamburg. Dem Aufruf zu einem Treffen waren damals nur zwei Ärzte gefolgt, erinnert sich Reinhard Hanpft. Auch der Geschäftsführer der Hamburger Apothekerkammer hat nicht das Gefühl, dass Blutzuckermessungen zwischen Ärzten und Apothekern ein Streitthema sind. „Da gibt es andere Reibungspunkte“, so Hanpft. Viele von Apothekern angebotene Leistungen würden von Ärzten heute aber positiv bewertet: „Viele Apotheker geben den Patienten den Hinweis, einen Arzt aufzusuchen.“ In erster Linie ist dies aber nach wie vor von der Persönlichkeitsstruktur der einzelnen Mitwirkenden abhängig...

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