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Praxis 9. Dezember 2013

Harnsäure senken

Neuem Gichtanfall rechtzeitig vorbeugen.

Meist wird bei Gichtpatienten nach dem zweiten Anfall innerhalb eines Jahres eine medikamentöse Harnsäuresenkung empfohlen. Bei hohem Risiko erneuter Anfälle kann sie aber auch schon früher gerechtfertigt sein. Bei Patienten mit Niereninsuffizienz oder Harnsäuresteinen dürfe nicht mit einer harnsäuresenkenden Therapie abgewartet werden, betont Dr. Anne-Kathrin Tausche von der TU Dresden. Nach Nierensteinen sollte deswegen bei jedem Gichtpatienten gesucht werden. Klar sei die Therapie-Indikation auch, wenn bereits Tophi oder gichtbedingte Gelenkzerstörungen vorlägen.

Zu erwägen sei eine Harnsäuresenkung schon nach dem ersten Anfall auch bei besonders jungen Patienten, bei Patienten mit Gicht in der Familienanamnese und bei sehr hohen Harnsäurewerten. Dr. Burkhard Leeb vom Landesklinikum Weinviertel Stockerau im Niederösterreichischen Zentrum für Rheumatologie nennt als grobe Richtschnur: „Bei einem Harnsäurewert von 12 mg/dl leiten wir bereits nach dem ersten Schub eine Harnsäuresenkung ein, weil ein weiterer Schub sehr wahrscheinlich ist.“ Unterschiedlichen Studien zufolge haben knapp zwei von drei Patienten mit einem ersten Gichtanfall innerhalb eines Jahres einen weiteren Gichtanfall. 78 Prozent erleiden ihren zweiten Gichtanfall innerhalb von zwei Jahren.

Wie eine amerikanische Zwillingsstudie kürzlich ergab, ist die Manifestation einer Gichterkrankung selbst bei genetischer Prädisposition von Umweltfaktoren und vom Lebensstil abhängig, während die erbliche Veranlagung von Umweltfaktoren kaum beeinflusst wird. So gelten beispielsweise Adipositas oder übermäßiger Alkoholkonsum als Risikofaktoren für die Entwicklung einer Gicht.

 

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www.springermedizin.de, Ärzte Woche 50/52/2013

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