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Neue Gesundheitszwillinge für Frauen

Im Cyberspace klafft der Unterschied von qualitativ hervorragenden und miserablen medizinischen Seiten besonders weit auseinander. Die neu gestalteten Gesundheitsportale für Frauen, www.frauenarzt.at und www.frauengesundheit.at,  möchten den Weg zu Qualität und Einfühlungsvermögen beschreiten.

Als Johannes Gutenberg den Buchdruck erfand, ahnte er nicht, welche Achtung die Menschen dem gedruckten Wort entgegenbringen würden. Diesem haftet unweigerlich Legitimation an. Ganz besonders in den Bereichen Gesundheit und Wellness wird auch dem Internet Vertrauen entgegengebracht.
Ein Trend zu weniger gehaltvollen Seiten wird allerdings unter anderem von dem Sozialmediziner Dr. Gunther Eysenbach aus Heidelberg bestätigt. Trotzdem lässt sich im Internet so manches Juwel finden, das dem Patienten genau das gibt, was er wirklich sucht: Aufklärung, Rat, eine zweite Meinung und bei chronischen Erkrankungen den Kontakt zu Leidensgenossen.
Die Initiatorin der beiden Frauen-Sites, Gabriele Sprung, IT-Professional mit jahrelanger Erfahrung - unter anderem bei ÄRZTE WOCHE-online - präsentierte kürzlich den Relaunch des frauenspezifischen Online-Service (www. frauengesundheit.at und www.frauenarzt.at). Die Zwillinge möchten hohe Ansprüche und ausgewogene, objektive Patientinnenaufklärung miteinander verbinden.

Alltägliche Frauenfragen

Nicht nur Erkrankte sollen sich auf den übersichtlichen Seiten wohl fühlen. Ein besonderes Augenmerk wird ebenso auf Verhütung, Schwangerschaft, Krankheitsvorbeugung und alltägliche Frauenfragen gelegt. Die medizinischen Themen werden durchwegs kritisch abgefasst und seriös durchleuchtet, ohne dabei in den abgehobenen, für Laien unverständlichen medizinischen Fachjargon zu verfallen.
Um dies zu garantieren, setzen die Herausgeber bei der Auswahl der Artikel hohe Ansprüche; sie sind durchwegs von Fachärzten, Hebammen und Wissenschaftsjournalisten verfasst. Besondere Gimmicks sind die Suche nach GynäkologInnen innerhalb Österreichs und für mondfühlige Menschen die Anzeige der aktuellen Mondphase. Viel Mühe wurde auch beim Aufbau einer FAQ (Frequently Asked Qestions) aufgewendet. Dieser Fragenkatalog gibt professionelle Auskünfte über klassische Schwierigkeiten, die Frauen schon seit Generationen beschäftigen.
Genau dies scheint, laut Studien, der attraktivste Anziehungspunkt für Frauen zu sein. Sie suchen relevante Informationen und nutzen das Internet als Beratungsmedium. Sprung dazu: "Darauf zielt unser Gesundheitsportal auch ab. Wir wollen weder oberlehrerhaft wirken, noch mit erhobenem Zeigefinger winken. In erster Linie möchten wir erstklassige medizinische Inhalte bereitstellen. Die Frauen sollen sich von den vielen angebotenen medizinischen Möglichkeiten selbständig ein Bild machen und so ihre Entscheidungen individuell treffen können. Dieser Philosophie folgte ich bereits während meiner 15-jährigen Tätigkeit als Hebamme."
Stolz ist Sprung auf die integrierte Online-Funktion, Fragen an den Frauenarzt stellen zu können. Besonders junge Frauen, für die der Weg zum Gynäkologen nicht immer frei von Hindernissen und Hemmungen ist, nützen dieses anonyme und kostenfreie Service reichlich.
Der Trend zur geschlechtssensiblen Medizin ist unübersehbar - genderspezifische Behandlungsnuancen werden immer öfter erkannt. So wird Frauenmedizin nicht mehr nur auf Ovarien, Uterus und Brust reduziert. Denn auch metabolische, hormonelle und soziokulturelle Ungleichheiten spielen beim weiblichen Gesundheitsstatus und Krankheitsverlauf eine bedeutende Rolle. Dieser Strömung folgen auch die Betreiber von frauengesundheit.at und präsentieren gesundheitsrelevante Themen außerhalb der Gynäkologie, die trotzdem speziell auf Frauen zugeschnitten werden.
Die gute Nachricht lautet somit: Gute medizinische Internetseiten gibt es weiterhin. Die User müssen bloß lernen, die Spreu vom Weizen zu trennen. Auch Ärzte könnten ihr Wissen auf diesem Gebiet vertiefen und für gut befundene Seiten ihren Patienten rezeptfrei "verschreiben". Darüber würden nicht einmal die Kassen jammern.

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