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Praxis 13. April 2006

Kommunikationsgeschulte Ärzte zeigen mehr Empathie

Ärzte, die in einem Kurs Kommunikationstechniken gelernt haben, kommen mit Krebspatienten besser zurecht als vorher beziehungsweise solche, die nie derartige Kurse besucht haben. Das hat Professor Lesley Fallowfield von der University of Sussex in Brighton in einer Studie gezeigt. Die Arzt-Patienten-Kommunikation ist das Haupt-Forschungsthema der britischen Psychologin. Sie hält regelmäßig dreitägige Kommunikationskurse für Ärzte ab. Hier geht es nicht nur um Gesprächstechniken, sondern auch etwa um Verstehen und Wahrnehmen der psychologischen Probleme von Krebspatienten.

An ihrer Studie, die Lesley Fallowfield auf dem diesjährigen Brustkrebskongress in Barcelona vorgestellt hat, haben 93 Onkologen teilgenommen. Die Hälfte der Krebsspezialisten hat an einem von der Psychologin angebotenen Kommunikationskurs teilgenommen. Vor und nach dem Seminar wurden die Gespräche der Onkologen mit den Krebspatienten auf Video aufgenommen. Außerdem wurden die Ärzte zu ihrer persönlichen Einstellung zu den Patienten befragt. "Wir fanden, dass die Ärzte, die den Kurs gemacht hatten, deutlich positiver eingestellt waren", so die Psychologin. Diese Ärzte zeigten mehr Empathie, sprachen die Patienten viel öfter auf ihre Ängste an und antworteten genauer auf Patientenfragen als die nicht geschulten Onkologen.

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