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Praxis 30. März 2013

Immer mehr medizinische Apps

Informationssplitter von der CeBit.

Apps sind in. Wer genau hinschaut, erkennt aber auch viel Überflüssiges.

Rund 20.000 Apps im medizinischen Bereich – wie lässt sich da noch Qualität erkennen? „Nur wenige dürften einer professionellen Bewertung standhalten“, meint Urs V. Albrecht vom Institut für Medizinische Informatik der TU Braunschweig und der Medizinischen Hochschule Hannover. „Viele davon sollten eher dem Bereich „Lifestyle” zugeordnet werden.“ Zudem ermöglichen viele Apps mit dem Smartphone etwas, das man auch mit dem Bleistift machen kann.

„Viele Nutzer hinterfragen auch nicht den Sinn und Zweck der Apps – wenn eine App grob passt und auf den ersten Blick attraktiv wirkt und etwa den Spieltrieb der Nutzer befriedigt, wird sie auch gekauft.“

Neben Nachschlagewerken gehören Apps zur Messung und Beurteilung von Körperfunktionen wahrscheinlich zu den am häufigsten heruntergeladenen Anwendungen der Kategorie Medizin, so Albrecht, etwa „weil sie den eigenen Trainingsverlauf dokumentieren können „.

Die vielen Apps sind indes nicht nur als reiner Service für Patienten gedacht. Viele Anbieter verbinden medizinische Apps mit bestimmten Geschäftsmodellen und bieten sie zum Beispiel als kostenloses Beiwerk von Mess-Hardware an. So nehmen die Apps etwa per Bluetooth oder über andere Schnittstellen Kontakt zu externer Hardware, z.B. einer Waage oder Blutdruckmanschette auf und erweitern damit die Möglichkeiten des Smartphones.

„Andere Apps, die an sich kostenfrei sind, sind an die Mitgliedschaft in einer Community gebunden“, so Albrecht. Und für die „wird wiederum manchmal eine Mitgliedsgebühr fällig.“

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