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Praxis 4. Februar 2013

Komplexe Patienten

Im Mittelpunkt der Internationalen Pharmazeutischen Gesellschaft

Kultur, Umwelt, der soziale und wirtschaftliche Status und die körperlichen Fähigkeiten tragen alle zum Gelingen des Krankheitsmanagements bei. Oder sie machen die Sache komplizierter.

Der Apotheker nimmt im direkten Kontakt mit seinen Kunden diese Faktoren zu großen Teilen wahr und hat zunehmend „komplexe Patienten“ vor sich. Die wachsende Aktualität des „komplexen Patienten“ veranlasste die Internationale Pharmazeutische Gesellschaft FIP diesem Thema heuer besondere Priorität einzuräumen. Es wird auch beim Weltkongress im kommenden Sommer in Dublin einen Schwerpunkt bilden.

In der medizinischen Grundversorgung werden etwa 25 Prozent der Patienten als komplex eingestuft, wobei dieser Begriff einen oder mehrere der folgenden Faktoren beinhaltet:

  • Mehrfache, gut beschriebene chronische Krankheit mit verschiedenen Komplikationen
  • Intensive Behandlung einschließlich invasiver Maßnahmen für Diagnose als auch für die Therapie
  • Eine spezielle Kombination von Belastbarkeit und Gebrechlichkeit
  • Unerwartete Reaktionen auf gebräuchliche Medikamente und banale Erkrankungen
  • hohes Alter mit erhaltener Funktionsfähigkeit.

Die Zusammenarbeit zwischen den Gesundheitsberufen in Praxismodellen könnte gerade in Hinblick auf komplexe Patienten deutliche Verbesserungen und Synergieffekte in der Betreuung bringen. Der Bedarf für eine integrierte Betreuung, so die FIP, über Fach- und Berufsgrenzen hinweg wird in Zukunft wachsen. Einen speziellen Aspekt stellen dabei psychische Erkrankungen dar. Im Umgang mit diesen Patienten müsse der Apotheker noch größeres Augenmerk auf die Versorgung legen, denn auch hier stellt die medikamentöse Therapie einen wichtigen Eckpfeiler dar und müsse entsprechend vermittelt werden.

www.fip.org

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