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LHStv. Kaiser und BM Hundstorfer bei Zertifikatsverleihung an Barmherzige Brüder St. Veit und Elisabethinen Klagenfurt.
 
Praxis 29. Jänner 2013

Kärnten hat österreichweit erste Spitäler mit zertifizierten Wundzentren

BM Hundstorfer und LHStv. Kaiser bei Zertifikatsverleihung an Barmherzige Brüder St. Veit und Elisabethinen Klagenfurt.

Die beiden Wundambulanzen im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit und im Elisabethinen Krankenhaus Klagenfurt sind seit heute offiziell als „Wundzentren“ TÜV-zertifiziert. Die beiden Häuser sind damit österreichweit die ersten Spitäler mit zertifizierten Wundzentren. Dies gab Gesundheitsreferent LHStv. Peter Kaiser heute, Montag, bei einer Pressekonferenz mit u.a. Sozialminister Rudolf Hundstorfer anlässlich der Zertifikatsverleihung im KH St. Veit bekannt.



„Die Anerkennung ist eine Bestätigung der sogar im Österreichvergleich hohen Qualität des Kärntner Gesundheitswesens. Aufrichtiger Dank gebührt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Häuser, die durch ihr herausragendes Engagement dafür sorgen, dass die Patientinnen und Patienten auf die beste Betreuung vertrauen können“, so Kaiser. Gleichzeitig sei die Zertifizierung auch eine Verpflichtung zu Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität, so der Gesundheitsreferent. Die Wundzentren sind den jeweiligen Abteilungen für Chirurgie zugeordnet und generell die einzigen in Kärnten.

Mit dem steigenden Lebensalter der Bevölkerung nimmt laut Kaiser auch der Anteil von chronischen Wunden zu. „Der Leidensweg von Patienten mit chronischen Wunden führt zu einer erheblichen Einschränkung ihrer Lebensqualität und ist eine große Belastung für deren Angehörige“, unterstrich der Gesundheitsreferent die Notwendigkeit der Einrichtungen.

Chronisch ab sechs Wochen 

Als chronische Wunden würden solche bezeichnet, die länger als sechs Wochen bestehen und trotz adäquater Therapie keine Heilungstendenz zeigten. Deren Versorgung umfasse die Diagnostik, das Erstellen eines Behandlungskonzepts und die Weiterbetreuung bis zur Abheilung oder zumindest Verbesserung der Wundsituation und damit der Lebensqualität, erläuterte der Gesundheitsreferent. Letztlich solle den Patienten ein Leben im gewohnten sozialen Umfeld ermöglicht werden.

Die Behandlung, die Monate, oft auch Jahre dauere, erfolgt laut Kaiser durch ein interdisziplinäres Team und in enger Zusammenarbeit mit anderen Krankenhäusern und dem extramuralen Bereich. Mit 250.000 Euro fördert das Land Kärnten das WZ®-WundZentrum des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan im Rahmen eines Reformpoolprojektes durch den Kärntner Gesundheitsfonds, das beispielsweise durch den gezielten Einsatz von Verbandsmaterial auch erhebliche Kosten spart. Dem gegenüber stehe, verglichen mit einer stationären Behandlung, ein ökonomischer Vorteil von rund 150.000 Euro jährlich.

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