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© Constanze Tillmann / Messe Düsseldorf
 
Praxis 26. November 2012

World Forum for Medicine

Ausgewählte Produkthighlights der MEDICA 2012.

Auch in diesem Jahr informierten sich auf der weltgrößten Medizinmesse MEDICA, die vom 14. bis 17. November in Düsseldorf stattfand, mehr als 130.000 Fachleute, davon 50 Prozent internationale Besucher, über Innovationen und Weiterentwicklungen aus allen Bereichen der ambulanten und stationären Versorgung. 4.554 Aussteller aus 64 Nationen präsentieren sich zur auf einer Ausstellungsfläche von rund 116.000 Quadratmetern.

Im Folgenden eine kleine Auswahl aus den zahlreichen innovativen Produkten.

Seehund Sami hilft kleinen Patienten tief durchzuatmen

Für die kindgerechte Therapie von Asthma oder Bronchitis stellt Philips Respironics bei der MEDICA 2012 den neuen Kompressorvernebler „Sami“, den Seehund vor. Gerade für Kinder ist die regelmäßige Einnahme von Medikamenten oder die Anwendung von medizinischen Hilfsmitteln häufig mit Ängsten verbunden. Um diese Hemmschwelle abzubauen, wurde das Aerosoltherapiegerät „Sami“ kinderfreundlich designt. Der Kompressor wurde zum Beispiel unsichtbar im Seehundskörper untergebracht. Sein Gewicht sorgt dafür, dass Sami einen sicheren, festen Stand hat. Die Gesichtsmaske „Tucker“, die Schildkröte, macht auch eine wirksame Therapie für Babys und Kinder möglich, die noch koordinative Schwierigkeiten mit dem Mundstück haben. Sie ist aus weichem, flexiblem Material gefertigt, das sich den Konturen der kleinen Gesichter optimal anpasst. Größere Kinder nutzen ein Mundstück, umschließen es fest mit den Lippen und atmen ein. Durch eine spezielle Technologie wird der Luftstoß vom Kompressor so beschleunigt, dass das Medikament schneller aufgenommen wird und sich die Anwendungszeit dadurch deutlich verkürzt. Sami ist sowohl mit Einweg- als auch mit wiederverwendbaren Verneblern erhältlich und sowohl für die Nutzung im Krankenhaus als auch für zu Hause geeignet.

Sensor-System bietet Hilfe bei Zähneknirschen

Zähneknirschen (Bruxismus) führt oft zu Symptomen wie Schmerzen der Kau-, Nacken- und Rückenmuskulatur oder auch Kopfschmerzen. Der neue „SensoBite“-Bruxismussensor könnte helfen, die Folgen zu verringern. Das Gesamtsystem besteht aus einer Zahnschiene mit eingebauten Sensoren, die die Kieferkräfte erfassen. Diese Daten werden drahtlos an eine prozessorgesteuerte Speichereinheit übertragen. Diese macht den Patienten zum einen über ein Vibrationssignal auf das Zähneknirschen aufmerksam. Und sie kann zum anderen vom zuständigen Arzt ausgelesen werden, damit er die Therapie auf den jeweiligen Patienten personalisiert abstimmen kann. Die Komponenten sind Bestandteil des Assistenzsystems „COMES“ (COgnitive MEdizinische Systeme), das in einem Forschungsprojekt am Heinz-Nixdorf-Lehrstuhl für Medizinische Elektronik an der Technischen Universität München entstand.

Spielend in Bewegung bleiben mittels Motivationshilfe

Menschen bewegen sich immer weniger. Fraunhofer-Forscher haben jetzt ein interaktives Lernsystem namens „HOPSCOTCH“ entwickelt, das auf spielerische Weise zu mehr Bewegung motivieren soll: Eine Sensormatte ist dabei mit einem Aktivitätsmonitor kombiniert. Die Matte ist in neun Felder unterteilt, die Buchstaben und Zahlen abbilden. Auf dem mit der Matte gekoppelten Monitor erscheinen Aufgaben aus verschiedenen Wissensgebieten. Um diese Aufgaben zu lösen, muss der Nutzer sportlich aktiv werden und die richtigen Felder für Lösungswörter und Zahlen auf der Matte durch Bewegung mit den Füßen betätigen. Ober der Anwender sich ausreichend bewegt hat, zeigt der Beschleunigungssensor „ActiSENS“ direkt an. Konzentrationsfähigkeit und körperliche Fitness werden so gleichermaßen trainiert.

Weitere Informationen: www.medica.de

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