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Vizerektor Norbert Mutz: „Studierende sollen Primärversorgung hautnah kennenlernen.“
 
Praxis 24. Juli 2012

Ausbildung zum Landarzt

Kommenden Herbst startet die Medizinische Universität Innsbruck das Pilotprojekt „Allgemeinmedizin im Klinisch Praktischen Jahr am Land“. Ziel der Initiative ist es, langfristig junge Ärztinnen und Ärzte dazu zu motivieren, auf dem Land tätig zu werden.

„Studierende sollen noch im Studium die Wichtigkeit und auch die Entwicklungsmöglichkeiten im Bereich der Primärversorgung hautnah kennen lernen“, erklärt der Vizerektor für Lehre und Studienangelegenheiten der Medizinischen Universität Innsbruck, Univ.-Prof. Dr. Norbert Mutz. Das Projekt startet vorerst in zwei Gemeinden: Nach intensiven Gesprächen mit Vertretern der Sozialsprengel und der Bürgermeister können ab September Studierende im letzten Studienjahr bei Praktischen Ärzten in Alpbach sowie Grän im Tannerheimertal das vierwöchige Pflichtmodul Allgemeinmedizin für das Klinisch-Praktische Jahr absolvieren. Insgesamt stehen im Rahmen des Pilotprojektes maximal zehn Plätze für Studierende zur Verfügung.

„Mit dieser Initiative erhoffen sich alle Beteiligten die Bedeutung der Primärversorgung sichtbar zu machen und Interessierte zu gewinnen, die diesen Beruf anstreben“, sagt Mutz. „Um die Weiterentwicklung der Primärversorgung auch wissenschaftlich fundiert voranzutreiben, ist die Einrichtung einer akademischen Lehrambulanz angedacht.“ Auch damit wird in Innsbruck bereits an der Umsetzung einer Empfehlung der Gesundheitsstudie Österreich gearbeitet.

Mehr Praxisorientierung

Seit 2002 sind die Studienpläne an der Medizinischen Universität Innsbruck grundlegend modernisiert und damit wesentlich praxisorientierter geworden. Die Studierenden haben schon ab dem ersten Studienjahr Kontakt mit Patienten. Mit dem Wintersemester 2007/08 wurde außerdem das letzte Studienjahr als Klinisch-Praktisches Jahr“ eingeführt. „Das war damals ein Novum in Österreich. Inzwischen macht das Innsbrucker Modell Schule, ab dem Studienjahr 2014/15 wird das Klinisch-Praktische Jahr österreichweit eingeführt sein“, erklärt Mutz. „Das letzte Studienjahr ist eine Phase des angeleitenden Hinführens in die berufliche Praxis.“ Das Innsbrucker Modell wird ab 2014/15 an allen österreichischen Medizinischen Universitäten mit einer ausgeweiteten Dauer von 48 Wochen angeboten werden.

Medizinische Universität Innsbruck (MUI)/CL, springermedizin.at

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