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Praxis 18. Mai 2012

Zertifikat für Innsbrucker Plastische Chirurgie

Die Innsbrucker Univ.-Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie erhielt für ihre Maßnahmen, sowohl im Qualitäts-, als auch im Risikomanagement eine Auszeichnung. Nach zwei Jahren intensiver Vorbereitungen ist die Klinik die erste in Innsbruck und die erste Plastische Chirurgie in Österreich, die als Gesamtorganisation die Zertifizierung nach ISO 9001:2008 erhalten hat.

Die Klinik-Zertifizierung nach ISO 9001:2008 ist ein Qualitätszertifikat, das die konsequente Weiterentwicklung von Managementsystemen, die Verbesserung der organisatorischen Infrastruktur, die Prozessoptimierung und die Implementierung von gezielten Schulungsmaßnahmen zum Ziel hat.

Durchleuchtung aller Bereiche

Um wirklich merkbare Verbesserungen erreichen zu können, musste der Arbeitsalltag der gesamten Univ.-Klinik für Plastische Chirurgie durchleuchtet werden. Von den administrativen Bereichen, über die ärztliche Versorgung bis hin zur Pflege und Forschung. Im Bereich der Risikovermeidung wurde die Klinik dabei von der Firma GRB (Gesellschaft für Risikoberatung) unterstützt. Dieses Unternehmen ist auf Risikomanagement im Krankenhausbereich spezialisiert. „Es ist vor allem der Kooperation aller Mitarbeiter der Plastischen Chirurgie zu verdanken, dass das Projekt ein so großer Erfolg wurde und dass jetzt vor allem die Patienten davon profitieren“, sagt der Direktor der Klinik, Univ.-Prof. Dr. Gerhard Pierer. „Alle Mitarbeiter wurden geschult und um alle Maßnahmen auch auf Dauer sicherstellen zu können, wurden zwei Risikomanager und mehrere Qualitätsmanager ausgebildet.“

Kleinigkeiten mit großer Wirkung

In unzähligen Interviews und Untersuchungen von internen Abläufen wurden potenzielle sogenannte „Beinahe-Fehler“ identifiziert und es wurde in allen Bereichen Verbesserungspotenzial gesucht. Einschulungsstandards wurden entwickelt, Arbeitsabläufe neugeregelt und Behandlungsstandards festgelegt. Oft sind es kleine Maßnahmen, die ohne großen Aufwand gesetzt werden können, die aber große Wirkung haben. So wird z.B. die digitale Unterstützung und Dokumentation der individuellen Therapien weiter ausgebaut. An der Univ.-Klinik für Plastische Chirurgie werden komplexe Behandlungspläne in multidisziplinären Boards erarbeitet und so in Zusammenarbeit mit anderen Kliniken und dem Patienten maßgeschneidert. Auch im Bereich des Entlassungs-Managements wurden Standards weiterentwickelt: Detaillierte Vorgaben für Entlassungsgespräche und Entlassungsbriefe helfen, dass die Patienten schon beim Verlassen der Klinik alle Informationen bei sich tragen, die sie nach dem stationären Aufenthalt benötigen.

MedUni Innsbruck/Schwamberger/Hof/CL, springermedizin.at

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