zur Navigation zum Inhalt
Endergebnis 2011 der OÖGkk im Plus.
 
Praxis 14. Mai 2012

Im Plus

Oberösterreichische Gebietskrankenkasse legt Endergebnis 2011 vor

Mit einem Bilanzgewinn von 41,5 Millionen Euro schließt die Oberösterreichische Gebietskrankenkasse auch das Jahr 2011 positiv ab.

 

"Durch das gute Finanzergebnis bleiben wir ein verlässlicher und starker Partner für unsere 1,2 Millionen Versicherten", betont OÖGKK-Obmann Felix Hinterwirth den sozialen Wert hinter dem finanziellen Gewinn. "Das solide Plus erlaubt uns, sinnvolle Angebote weiter auszubauen, insbesondere solche zur Vorbeugung und Festigung der Gesundheit", ergänzt OÖGKK-Direktorin Andrea Wesenauer.

Ein Grund für die positive Entwicklung ist die gute Wirtschaftslage in Oberösterreich. Das vergangene Jahr verlief konjunkturell stabiler als erwartet. "Wir verzeichnen für 2011 insgesamt Erträge in Höhe von rund 1,87 Milliarden Euro - eine Steigerung von 3,9 Prozent gegenüber 2010. Die Beiträge im Bereich der erwerbstätigen Versicherten und Arbeitgeber haben sich kontinuierlich positiv entwickelt, was sich stabilisierend auf die Ertragslage insgesamt auswirkt", so Wesenauer. Andererseits konnte die OÖGKK ausgabenseitig bestimmte Budgetansätze unterschreiten.

"Schlanker Kopf, starker Körper"

Konkret: Ohne effiziente Planung und Steuerung wäre selbst unter den besten Rahmenbedingungen kein Spitzenergebnis möglich. So hielt die OÖGKK ihren Verwaltungsaufwand äußerst gering: Lediglich 2,3 Prozent der Einnahmen wurden 2011 für die Verwaltung benötigt. Und das, obwohl hausintern viele neue, innovative Angebote und Leistungen entwickelt und umgesetzt wurden. Die niedrigen Verwaltungskosten bedeuten umgekehrt: Mehr als 97 Prozent der Einnahmen kommen den Versicherten und Angehörigen wieder als Leistungen zugute. "Bildlich gesprochen hat die OÖGKK einen schlanken, effizienten Kopf, der einen umso leistungsfähigeren Körper steuert", erklärt Wesenauer. Entsprechend beträgt das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2011 rund 73 Millionen Euro.

1,75 Milliarden Euro Versicherungsleistungen

Rund 1,75 Milliarden Euro an Leistungen wurden für die Versichertengemeinschaft im Jahr 2011 erbracht. Die fünf größten Bereiche waren:

"Übersetzt" man diese Zahlen in Leistungen, dann hat die OÖGKK 2011 unter anderem erbracht: rund 12 Millionen Arztkontakte, 13 Millionen Packungen Medikamente, 2,4 Millionen Spitalstage, eine Million Zahnbehandlungen, 8.500 Hörgeräte und 6.000 Rollstühle. Die drei OÖGKK-eigenen Kureinrichtungen ermöglichten 2011 überdies 5.000 Patienten einen Kuraufenthalt.

Als wichtigster Versorger stellte die OÖGKK Ihren Versichten 2011 ein hochwertiges Ärzte-Netz aus 661 niedergelassenen Allgemeinmedizinern und 419 Fachärzten bereit. 31 Stellen wurden 2011 neu besetzt, vier zusätzliche geschaffen. Zudem kooperiert die OÖGKK in zahlreichen Leistungsbereichen mit anderen Partnern im Gesundheitswesen, um für die laufend veränderlichen Bedürfnisse der Versicherten innovative, wirksame Leistungsangebote zu entwickeln. Ein solches Beispiel ist das neue Kinder- und Jugendkompetenzzentrum im Innviertel - ein Modellprojekt, das innovative, zeitgemäße Wege zur Frühbetreuung von Jugendlichen mit sozialen, kognitiven und emotionalen Problemen aufzeigt.

"Das alles zeigt: Eine moderne Krankenversicherung braucht Fachkenntnis im Detail und Planungserfahrung im Ganzen. Verwalten im traditionellen Sinn ist zu wenig. Wir können nicht einfach Gelder nach dem Gießkannenprinzip verteilen. Über allem Wirtschaftlichen steht zudem der menschliche Wert, die Nähe, die Betreuung. 2011 haben wir rund eine Million persönliche Beratungen und 1,1 Millionen Telefonate mit unseren Versicherten geführt", berichtet Wesenauer. Demnächst wird die OÖGKK dazu eine umfassende Kundenzufriedenheitsstudie vorstellen.

Geplant, weil möglich: 40 Prozent mehr Ausgaben für Gesundheitsförderung

Das solide Wirtschaften der OÖGKK in den letzten Jahren gibt jetzt den Spielraum frei für den weiteren Ausbau der Gesundheitsförderung. Für 2012 sind bereits 40 Prozent mehr Geld für Präventivmaßnahmen angesetzt. "Vorbeugen ist besser als heilen. Das darf aber kein Lippenbekenntnis bleiben. Man muss dafür wirklich Geld haben und in die Hand nehmen, nachhaltige Programme konsequent umsetzen, Ziele definieren und Erfolge messen. Menschen gesund zu halten ist in unserer modernen Gesellschaft ein ebenso anspruchsvolles Unterfangen wie Kranke zu heilen", gibt Hinterwirth zu bedenken. Dass bei gut überlegter Gesundheitsförderung auch wirklich etwas herauskommen kann, zeigen die Jahresergebnisse in den wichtigsten gegenwärtigen Arbeitsfeldern der OÖGKK:

Unterstützungsfonds um 15,4 Millionen Euro aufgestockt

Das langfristige strategische Gesundheitsziel der OÖGKK ist eindeutig die Gesund-Erhaltung ihrer Versicherten. Dennoch ruft Hinterwirth ins Bewusstsein: "Gegen Schicksalsschläge, Unglücke und komplexe Erkrankungen kann auch die beste Vorbeugung nichts ausrichten. Gerade in extremen Härtefällen ist dann die Krankenversicherung gefordert." Dafür ist in der OÖGKK einen Unterstützungsfonds eingerichtet. Aufgrund des soliden Finanzergebnisses wurde dieser Topf um weitere 15,4 Millionen Euro auf 46,7 Millionen Euro gefüllt. Eine stattliche Reserve, die aber vorausschauend zu nutzen ist. Hinterwirth: "In unserer Versichertengemeinschaft leben Menschen mit schwerwiegenden Erkrankungen. Im Ausnahmefall kann eine Behandlung bis zu 500.000 Euro jährlich erfordern. Und niemand von uns lebt mit der Garantie, eines Tages nicht auch selbst betroffen zu sein."

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben