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Praxis 14. Mai 2012

Mitarbeiterbefragung in niederösterreichischen Landespflegeheimen

Monatliche Befragung aller 48 Institutionen in Niederösterreich präsentiert.

In Wien informierte Landesrätin Mag. Barbara Schwarz gemeinsam mit Professor Dr. Werner Beutelmayer vom Market Institut über die Einführung der neuen Mitarbeiterbefragung in den niederösterreichischen Landespflegeheimen. Die Umfrage wird laufend einmal im Monat mit standardisierter Befragung in allen 48 Pflegeheimen durchgeführt.

 

"Wir wissen, dass der Pflegebereich einem ständigen Wandel unterliegt, allein schon auf Grund der demographischen Entwicklung", betonte Schwarz. Das Pflege- und Betreuungsangebot sei mit der Tagespflege, Überzeitpflege und Kurzzeitpflege in den letzten Jahren ständig adaptiert worden. "Der Beruf als solcher wird immer anstrengender, und die Pflegeheime müssen auch ein gutes Umfeld für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten". Andererseits werde es immer wichtiger, die Betriebe effizient, zielorientiert und kundenorientiert zu führen.

Leitbild in die Praxis umsetzen

Für die Landesrätin ist es wichtig, das neue Leitbild der NÖ Landespflegeheime "Leben ist entfalten, ein Leben lang" auch in die Praxis umzusetzen. "Um dieses Leitbild mit zusätzlichem Leben zu erfüllen, ist es besonders wichtig, dass auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter motiviert sind", so Schwarz. Das Wohlfühlen der Bewohnerinnen und Bewohner müsse an oberster Stelle stehen, genauso wie der gute Arbeitsplatz für die Mitarbeiter. "Die Bewohner unserer Heime sollen ein größtmögliches Maß an Selbstbestimmung und Selbstwertgefühl vermittelt bekommen", erinnerte Schwarz. Ein zusätzliches Werkzeug dazu sei die "Balanced Scorecard", welche auch die Mitarbeiterzufriedenheit inkludiere. "Die Mitarbeiterzufriedenheit ist eine wichtige Erfolgskennzahl, weil die Angestellten die wichtigsten und wertvollsten Ressourcen in einem Betrieb sind. Engagierte und motivierte Mitarbeiter sind die Voraussetzung für fachliche und menschliche Kompetenz, auch im Umgang mit den Bewohnern und den Angehörigen." Jemand der sich angenommen und wertgeschätzt fühlt, werde im Umgang mit den Klienten eine bessere Arbeit leisten, zeigte sich Schwarz überzeugt.

Führungskräfte gefragt

Zu den Aufgaben des Dienstgebers meinte Schwarz: "Dort wo sich Mitarbeiterzufriedenheitskennzahlen zum Negativen verändern, sind die Führungskräfte gefragt und das Arbeitsumfeld muss verbessert werden." Angebote des Landes Niederösterreich seien Kurse zu Stressmanagement und zum eigenen Gesundheitsmanagement. "Das Ergebnis dieser Umfrage ist Grundlage für eine betriebliche Optimierung und es besteht für die Führungskräfte Aufgabe diese Ergebnisse genau anzusehen und mit den Mitarbeitern zu reflektieren."

Professor Beutelmeyer meinte: "Die erste Mitarbeiterbefragung verlief durchaus positiv, über 60 Prozent aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben daran teilgenommen. Das spricht für eine hohe Akzeptanz für das neue Instrument. Die Bewertung der Einzelbereiche zeigen durchwegs Ergebnisse zwischen 1,6 und 2,2".

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