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Praxis 1. Jänner 2012

Analyse von biographischen Daten von substituierten Drogenpatienten

GRUNDLAGEN: Wir untersuchten biographische Daten, soziale und andere Risikofaktoren sowie zusätzlich konsumierte Drogen von substituierten Drogenpatienten zur Verbesserung der Beratungstätigkeit. METHODIK: Die Karteien von Patienten wurden mit einer fixen Fragenserie retrospektiv ausgewertet. ERGEBNISSE: Wir fanden 332 Männer und 114 Frauen. Mit Hilfe von SPSS 11,5 und Chi2-Testungen wurden Unterschiede statistisch verifiziert. Zwei Drittel hatten die Pflichtschule absolviert, ein Drittel eine Art von Berufsformierung, die gegenwärtige Beschäftigung war häufig anders als die erlernte. 72 % bejahten eine "stärkende Beziehung zu ihren Familien". 25 % hatten Kontakt zu ihren Kindern. Der Drogenmissbrauch beginnt früh, unter 14 Jahren, für 25 % unserer Gruppe. 179 hatten eine Entzugsbehandlung. 138 (31 %) waren Hepatitis C erkrankt, 5,1 % (23 von 441) waren HIV positiv. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Inkonstante Beziehungen zu Familie, Bildung und Beruf sind mit frühem Drogengebrauch assoziiert und erfordern Vorsorgemaßnahmen.

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