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Das Ärztebefundportal hilft bei der Patientenbetreuung.

Foto: Privat

Mag. Andrea Kohlwein 

Mag. Manuela Zeizinger Leitung Öffentlichkeitsarbeit – PR - Marketing Klinikum Wels-Grieskirchen

Weitere Auskünfte: Österreichische Gesellschaft für Medizinrecht, Universität Linz Präsident: Prof. Dr. Alfred Radner Freistädter Straße 315, 4040 Linz Email: Tel: 0732 2468 7145 Fax: 0732 2468 7146

 
Praxis 30. September 2011

WE.G.E. 42 Ärztebefundportal

Preisgekrönte Onlineplattform für eine zukunftsweisende integrierte Versorgung in Oberösterreich.

Seit August 2010 bietet das Klinikum Wels-Grieskirchen den zuweisenden Ärzten der Versorgungsregion Wels – Grieskirchen – Eferding (kurz: WE.G.E. 42) ein kostenloses Online-Portal für behandlungsrelevante Daten ihrer Patienten. Aktuell nutzen bereits über 90 niedergelassene Ärzte diese schnelle und sichere Möglichkeit, Befunde in elektronischer Form abzurufen und so immer über den aktuellen Gesundheitszustand ihrer Patienten informiert zu sein.

 

„Durch die unmittelbare Übertragung der medizinischen Patientendaten – d.h. sowohl Befunde als auch Arztbriefe, Pflegebegleitschreiben etc. – auf das Ärztebefundportal ist der betreuende niedergelassene Arzt stets über die Behandlungsschritte, Medikationen und Entwicklungen außerhalb seiner Praxis informiert. Dieses Hintergrundwissen führt zu einer Stärkung der Position des Allgemeinmediziners, und das Patientengespräch, die Beratung sowie die Medikation werden optimiert und verbessert“, sagt Dr. Oskar Schweninger, Allgemeinmediziner und Vertreter der niedergelassenen Ärzte bei der OÖ Ärztekammer.

Das langfristige Ziel einer zeitgerechten, ganzheitlichen Betrachtung und Betreuung der Patienten steht im Vordergrund des Ärztebefundportals. Es erleichtert die Arbeit und erhöht die Behandlungs- und Betreuungsqualität aller beteiligten Ärzte. So können z.B. auch Ergebnisse bestehender Untersuchungen in den Behandlungsprozess integriert werden. Aber auch Sicherheit und Datenschutz der Patienten haben oberste Priorität. Die Patienten entscheiden bei der Aufnahme im Klinikum Wels-Grieskirchen selbst, ob und welche Informationen sie für das Ärztebefundportal freigeben möchten.

Diese Entscheidung wird bei jedem Krankenhausaufenthalt erneut getroffen und kann jederzeit revidiert oder ausgeweitet werden – auch vor Ort beim niedergelassenen Arzt. Die Zugriffsberechtigungen für die Ärzte unterliegen strengsten Sicherheits- und Datenschutzrichtlinien, nur autorisierte Personen können Einsicht nehmen.

„Uns ist bewusst, dass viele niedergelassene Ärzte aufgrund schlechter Erfahrungen in der Vergangenheit noch Vorbehalte gegen diese elektronische Form des interdisziplinären Austausches haben. Doch ich bin davon überzeugt, dass damit ein wichtiger Schritt in Richtung einer umfassenden Patientenbetreuung gewährleistet wird. Und jene Ärzte, die bereits Gebrauch von unserem Befundportal machen, sind von dieser effizienten und zeitsparenden Form des Datenaustausches äußerst positiv überrascht“, freut sich Maximilian Aichinger, MSc, verantwortlich für WE.G.E. 42 Portale im Klinikum Wels-Grieskirchen.

Auszeichnung für das Pilotprojekt

Das WE.G.E. 42 Befundportal wurde im Rahmen des Constantinus Award 2011, des großen österreichischen Beratungs- und IT-Preises, mit dem 2. Platz in der Kategorie Kommunikation & Netzwerke ausgezeichnet. Überzeugen konnte das Produkt vor allem hinsichtlich Innovationscharakter, Flexibilität und Effizienz. Als erste Lösung auf dem österreichischen Markt basiert das von x-tention entwickelte Portal komplett auf zukunftssicheren IHE-Standards und ist ELGA-konform. Verschiedene Softwaresysteme im Gesundheits- und Sozialsystem werden flexibel integriert und es wird eine beiderseitige Abfrage- und Eingabemöglichkeit gewährleistet – egal, wo sich die Datenabrufer und Dateneingeber gerade befinden und zu welcher Organisation sie gehören.

Kostenlose und unkomplizierte Handhabung

Ein wesentlicher Vorteil des WE.G.E. 42 Ärztebefundportals für die niedergelassenen Ärzte ist, dass es keiner aufwendigen Software bedarf und somit keine zusätzlichen Kosten entstehen. Die Abwicklung erfolgt großteils über das geschlossene Gesundheitsinformationsnetz (GIN) bzw. mittels eines hochsicheren Zugangs mit Passwort über das Internet. Es genügt also, das entsprechende Antragsformular auszufüllen und zu übermitteln, um den Service nutzen zu können.

 

 Weitere Informationen und Anmeldung unter: https://portal.klinikum-wegr.at/DokLink/login.jsp

Von M. Zeizinger , Ärzte Woche 40 /2011

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