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Praxis 7. September 2011

Nur weiß in Weiß?

Gezielte Farbgebung nimmt Patienten Ängste und bietet Entspannung.

Niemand wünscht sich, als Patient im Krankenhaus zu liegen. Doch der Aufenthalt kann angenehmer werden, wenn die psychische Stimmung, die Atmosphäre und das Ambiente stimmen. Ein Beispiel dafür ist die Neurologische Universitätsklinik in Graz.

 

Müssen Krankenhäuser immer weiß in Weiß sein oder grau mit „institutional green“? Die häufig noch zusätzlich verwendeten Metallfarben verstärken den Eindruck einer „klinischen“ Atmosphäre. In der Neurologischen Universitätsklinik in Graz wurde im Zuge des Umbaus ein neuer Weg beschritten. Das Österreichische Institut für Licht und Farbe erhielt den Auftrag, einen Teil der weiß grundierten Wände in Farbe zu planen und damit den bis da hin ausschließlich weißen und grauen Bauelementen belebende Farbenergien gegenüberzusetzen.

Da Krankenhäuser zumindest für Patienten meist mit Angst besetzt sind, galt es, der mit Farbpsychologie entgegenzutreten. Als Dominanzfarben wurde ein spezielles Farbenpaar in sanften Pastelltönen gewählt, ein Maigrün mit einer besonderen Tönung zwischen Hellocker und Aprikose. Damit wurde ein harmonischer Zweiklang geschaffen, der in allen Geschoßen durchgehalten wurde, selbst wenn er dort durch andere, stärkere Farben erhöht oder variiert wurde. Diese Farben bedeuten psychophysisch Entspannung (vagotrope Grüntönung) und eine sanfte Anregung und Stimulierung der Kräfte (sympathicotrope Warmfarben). Auch die Decken in den Behandlungs- und Patientenzimmern wurden ansprechend farbig gestaltet und die technischen Einrichtungen optisch integriert.

Mit diesem Konzept gelang es, eine einladende und beruhigende Atmosphäre für Patienten und gleichzeitig einen angenehmen und freundlichen Arbeitsplatz für Pflegepersonal und Ärzte zu schaffen. FH

 

Quelle: www.lichtundfarbe.a

Faszination Licht und Farbe
Das Österreichische Institut für Licht und Farbe bietet 2011/12 eine Seminarreihe in zwei Modulen an:

Modul 1: LICHT und Beleuchtung – 14.-16. Oktober und 25.-27. November 2011
Modul 2: FARBE – 13.-15. Jänner und 27.-29. Jänner 2012

Die Seminare können auch einzeln besucht werden.
Eine Seminarreihe als spannende Reise in die Welt der Lichtwellen – als Beleuchtung, Lichtgestaltung, Therapie oder Daylight-Design – und in die Welt der Farben und ihre geheimen Wirkungen und Gesetze –
angewendet im Bauen und Wohnen, als Chromotherapie und in der Kunst.

Seminar „LICHT und BELEUCHTUNG“:
2 Drei-Tages-Blöcke im Oktober/November 2011.
Dieses Seminar bietet ein breites Grundlagenwissen über Licht und Beleuchtung.

Im ersten Block liegt der Schwerpunkt auf der biologisch-medizinischen Wirkung des Lichtes und seiner Natur als elektromagnetische Welle, zugleich Teilchen bzw. Lichtquanten.
Wirkungsebenen im Körper, Lichtphysik, Lichtbiologie, Lichtwandel (Zeitphasen).

Der zweite Block befasst sich ausführlich mit Lichttechnik und Lichtdesign, modernen Leuchtmitteln und Lichtsystemen: Lichtfarbe, Raumszenen, Lichtsteuerung.
Gefährliche und gesundheitsfördernde Bereiche in gegenwärtigen Lampenspektren.

Seminar „FARBE“:
2 Drei-Tages-Blöcke, Jänner 2012.
Dieses Seminar führt in Bereiche der Farbenlehre, Farbpsychologie und Farbanwendung ein.

Der erste Block erklärt die Gesetze der Farben, ihr Erscheinen, ihre Ordnung und die Funktionen des Farben-Sehens.

Der zweite Block bringt moderne und traditionelle Farbpsychologie und Farbenergetik und erklärt damit die Wirkungen der Farbe auf organische und seelische Bereiche.
Im Anschluss an die Basis-Seminare wird auch eine Spezialausbildung für zwei einzigartige und vor allem zukunftsträchtige Berufszweige angeboten (Diplomlehrgang):
• Licht- und FarbberaterIn – Wohnberatung, Bauconsulting, Design und Event – und
• Licht- und FarbenergetikerIn – Therapie, Energieausgleich, Wellness, Anti-Aging

Informationen unter:
Österreichisches Institut für Licht und Farbe, Prof. Mag. Karl Albert Fischer www.lichtundfarbe.at 0664 2011895 –

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