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Praxis 3. März 2009

Belege richtig sammeln!

Mit ein bisschen Ordnung kommt man schneller zu seinem Geld!

Jetzt kommt wieder die Zeit, von der Finanz die zu viel gezahlten Steuern zurückzuholen. Sogar das Finanzamt ermuntert alle Steuerbürger, dies zu tun. Doch erstaunlicherweise gibt es da noch sehr viele Steuer-„Muffel“, die da nicht mitmachen.

 

Wenn man „Steuer-„Muffel“ fragt, warum sie sich ihr Geld nicht vom Finanzamt zurückerstatten lassen, bekommt man Antworten wie: „Ich habe nichts zum Abschreiben“ oder „Ich bekomme sowie nichts“ oder „Ich kenne mich da nicht aus“. Und vielen ist es einfach lästig, sich mit Belegen und Unterlagen „herumschlagen“ zu müssen. Neben den akribischen Sammlern, die in all ihren persönlichen Unterlagen eine mustergültige Ordnung haben, gibt es viele Zeitgenossen, die genau das Gegenteil davon sind. Viele notwendige Belege werden von ihnen entweder verräumt oder sind überhaupt nicht mehr vorhanden, sodass es wirklich ein mühsames Unterfangen für sie ist, alle notwendigen Quittungen und Rechnungen zu finden, zu ordnen und im Jahresausgleich zu belegen.

Bedenkt man aber, dass der Finanzminister im Durchschnitt 200 Euro jedem Antragsteller erstattet und der maximale Zeitaufwand je Antrag zwischen drei und vier Stunden liegt, wenn man keine Ordnung hat, kommt man auf einen „Stundenlohn“ von 50 bis 65 Euro, und das netto! Wer verdient schon so viel, dass er sich einen solchen Zuverdienst entgehen lassen kann! Die Mühe lohnt sich also.

Werden Belege und notwendige Unterlagen gleich geordnet gesammelt, braucht man höchstens ein bis zwei Stunden, um das Formular L1 für die Arbeitnehmerveranlagung, so die offizielle Bezeichnung für den Jahresausgleich, auszufüllen.

Vielleicht ist gerade jetzt der richtige Zeitpunkt, damit zu beginnen, etwas Ordnung zu schaffen. Dazu reicht ein Ordner, in den man Plastikhüllen mit Lochleisten abheftet. Für jede Kategorie, die die Finanz für den Erstattungsantrag vorsieht (z.B. Fahrgelder, Fachbücher usw.) gibt es eine eigene Hülle, in der Quittungen, Rechnungen oder sonstige Belege gesammelt werden.

Am Jahresende ist das Ganze dann sehr einfach: Es brauchen lediglich die Summen der einzelnen Kategorien ermittelt und in das Antragsformular L1 übertragen werden. Ein paar Wochen später ist dann die Gutschrift der Finanz am Konto. Egal wie groß die Summe auch ist, auf jeden Fall eine Bestätigung für die Mühe und ein Zusatzlohn, für den man keine Steuern bezahlen muss!

 

Lutz Bürgel ist Geschäftsführer der Unternehmensberatung Bürgel & Partner BDU, mit Sitz in Wien und Berlin.

Lutz Bürgel, Ärzte Woche

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