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Foto: Privat
Lutz Bürgel ist Geschäftsführer der Unternehmensberatung Bürgel und Partner BDU, mit Sitz in Wien und Berlin
 
Praxis 29. Jänner 2009

Weiterbildung zahlt sich aus

Beim lebenslangen Lernen zahlt sogar der Finanzminister dazu und beteiligt sich an den Kosten für die Weiterbildung. Dabei unterscheidet er jedoch sehr genau zwischen den Kosten für Fortbildung und Ausbildung.

Den Hütern der staatlichen Finanzen ist es nicht egal, für welchen Bildungszweck das Geld aufgewendet wird: Sind es Ausgaben für Kurse oder Lehrgänge, welche die eigene Qualifikation im Beruf verbessern und dazu dienen, auf dem Laufenden zu bleiben? Oder sind es Fortbildungskosten, die als Werbung steuerlich abgesetzt werden können?

 

Zu den Bildungsausgaben zählen auch Umschulungskosten. Dabei ist allerdings zu beachten, dass man während der Umschulung noch arbeitet. Welche Beschäftigung man daneben ausübt, ist für die Finanz unerheblich, es genügen auch Hilfstätigkeiten und Gelegenheitsjobs. Selbst bei einer eben angebrochenen Arbeitslosigkeit ist dies möglich. Unter Ausbildungskosten versteht der Finanzminister ebenso Ausgaben, die eine Berufsausübung erst ermöglichen, etwa die Kosten für Lehre oder Studium. Allerdings werden Ausbildungskosten nur bedingt unterstützt. Und zwar dann, wenn die Ausbildung im Zusammenhang mit der derzeitigen Berufsausübung steht, also mit ihr verwandt ist oder im Berufsalltag üblicherweise praktiziert wird.

Ausbildungslehrgänge für betriebswirtschaftliche und kaufmännische Qualifikationen (z.B. Finanzbuchhaltung oder Büroorganisation) werden von den Behörden in der Regel anerkannt. Schließlich werden diese Qualifikationen in beinahe jedem Beruf gebraucht. Viele niedergelassene Ärztinnen und Ärzte haben die Bedeutung der betriebswirtschaftlichen und kaufmännischen Kompetenz für ihre Ordination auch schon erkannt und sich entsprechend ausbilden lassen.

Seit 2003 werden auch die Kosten steuerlich anerkannt, wenn man in einen Beruf wechselt, der mit dem bisherigen überhaupt nichts gemein hat. Kosten für einzelne Veranstaltungen können aber steuerlich nicht berücksichtigt werden.

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Lutz Bürgel ist Geschäftsführer der Unternehmensberatung Bürgel & Partner BDU, mit Sitz in Wien und Berlin

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