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Pharma 14. November 2014

Haupt- und Nebenwirkung

Der gezielte Einsatz von Antibiotika erfordert Beratung

Pathogene Bakterien sind weltweit zunehmend unempfindlich gegenüber eingesetzten Antibiotika. Gleichzeitig kann der Einsatz von Antibiotika durch die systemische Wirkung auf die Bakterienbesiedelung des Körpers auch unerwünschte Nebenwirkungen nach sich ziehen. Große Bedeutung kommt daher der Beratung in der Apotheke bei der Antibiotikaabgabe zu.

Als Hauptursachen für die Entstehung dieser Resistenzen gelten der unreflektierte Einsatz von Antibiotika sowie ihre falsche Handhabung. Für eine erfolgreiche Antibiotikatherapie gelten allgemeine Regeln: Der Patient muss sich an die empfohlene Therapiedauer und die Einnahmezeitpunkte halten. Um Rückfälle zu vermeiden, ist die Therapie auch nach Verschwinden der Beschwerden zwei bis drei Tage fortzusetzen.

Tritt trotz Antibiotikaeinnahme nach zwei Tagen keine Besserung ein, ist ein erneuter Arztbesuch zu empfehlen. Viele Frauen leiden während oder kurz nach der Therapie mit einem Antibiotikum an einer Vaginalmykose, da das Antibiotikum auch die apathogenen Mikroorganismen der Vaginalflora abtötet. Für Frauen ist weiterhin von Bedeutung, dass die Wirkung von oralen Kontrazeptiva während einer Antibiotikatherapie nicht mehr sicher ist.

Angriff auf die Darmflora

Die Darmflora wird bei Frauen und Männern gleichermaßen angegriffen, für die Darmsanierung eignen sich Probiotika. Derartige Präparate enthalten vor allem Escherichia coli oder Lactobacillusarten. Eine bei allen Antibiotika mögliche Nebenwirkung ist Diarrhoe. Diese tritt meist während der antibiotischen Therapie auf, ist aber auch bis zu zehn Wochen nach ihrem Ende noch möglich!

Springer-gup.de, Apotheker Plus 9/2014

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