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Pharma 12. September 2014

Medikamentenfälschungen & Internethandel

Klare Regeln und Kontrollen sollen Fälschern das Handwerk erschweren

Der gute Ruf real existierender Apotheken wurde für Lieferungen von Arzneimittelfälschungen benutzt. Dies ist nur eine Facette des jüngst aufgedeckten Falls in großem Maßstab, in den auch Österreich als Schauplatz involviert war.

Mit der „Operation Vigorali“ gelang den Behörden ein Schlag gegen einen international agierenden Arzneimittelfälscherring. Für die Standesvertretung und die zuständige Agentur für Arzneimittelsicherheit (AGES) unterstützt das aktuelle Beispiel die Notwendigkeit klarer Regelungen und Kontrollen für den Arzneimittelhandel über das Internet. „Hinter Qualität aus der Apotheke stehen viele Kontrollen und ein ganzes System an Sicherheitsmaßnahmen“, so Apothekerkammerpräsident Mag.pharm. Max Wellan. Die Fälschungsrichtlinie der EU soll mehr Sicherheit und Schutz vor illegalen Arzneimitteln bieten, wie Dr. Christoph Baumgärtel von der AGES in Apotheker Plus in der Ausgabe 3/2014 berichtete.

Um dem sehr aktiven Feld des Internethandels mit Medikamenten zu begegnen, regelt die Fälschungsrichtlinie auch den Fernabsatz. So soll beispielsweise ein in der gesamten europäischen Union geltendes gemeinsames Logo für die Öffentlichkeit und den Konsumenten klar und einfach die Echtheit der Webseiten legaler Anbieter von Humanarzneimitteln erkennbar machen. Und: Die Abgabe von Humanarzneispezialitäten im Wege des Fernabsatzes darf national nur durch öffentliche Apotheken erfolgen. Übergangsfristen werden die Sicherheitsbestimmungen schrittweise umsetzen. Mit dem Fernabsatz durch öffentliche Apotheken rechnet Baumgärtel ab dem Jahre 2015: „Arzneimittel, die besonders fälschungsgefährdet sind, werden diesbezügliche Sicherheitsmerkmale ab dem Jahr 2017 tragen müssen.“

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