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© MHJ / Getty Images / iStiock
Moderne energiesparende Lichtsysteme lassen sich leichter in eine smarte Gebäudesteuerung einbinden als Glühbirnen.
 
Leben 22. September 2017

Mit LEDs und Tageslicht Kosten senken

Licht. In Gewerbe, Handel und Dienstleistungen macht Licht etwa 15 Prozent des Endenergieverbrauches aus. LEDs und intelligente Steuerung können diesen Verbrauch senken.

Die Vorteile von LEDs sind unbestritten. Im Vergleich zur Konkurrenz bestechen sie durch eine lange Lebensdauer und einen guten Wirkungsgrad. Etwa bei althergebrachten Glühbirnen wird mehr Strom in Wärme als in Licht umgewandelt. Die Menge an Quecksilber in Sparlampen ist zwar gering, wozu aber überhaupt die Umwelt damit belasten, wenn es eine bessere Alternative gibt – sowohl für den privaten Haushalt wie auch für eine Arztpraxis.

Energieverbrauch senken

„Ein intendierter Nutzen kann mit einem größeren oder einem kleineren Endenergieaufwand erzielt werden. So kann der Einsatz von Energiesparlampen oder LEDs statt Glühbirnen den Endenergieeinsatz für die Beleuchtung stark verringern. Eine zweckmäßige Gestaltung von Fensterflächen kann den Energieeinsatz zur Beleuchtung etwa eines Büros ebenfalls verringern“, sagt Springer Vieweg-Autor Matthias Günther in seinem Buchkapitel Energieeffizienz auf Seite 47 Strategien, um den Energieverbrauch für Licht zu senken.

Während der Anteil der Beleuchtung am Energieverbrauch in privaten Haushalten gerade mal ein Prozent beträgt, liegt er im Bereich von Gewerbe, Handel und Dienstleistungen bei 15 Prozent. Im Groß- und Einzelhandel kann er sogar auf 50 bis 70 Prozent ansteigen.

Kosten einsparen

Deswegen ist er hier auch eine große Kostenstelle, die aber mit entsprechenden Konzepten, etwa durch Tageslicht oder Energiesparbeleuchtung, verringert werden kann. Nach Berechnungen der EnergieAgentur.NRW können dadurch bis zu 60 Prozent der Kosten eingespart werden.

Zu diesen Maßnahmen gehören der Einsatz von Leuchtdioden (light-emitting diode, kurz LED), die einen deutlich höheren Wirkungsgrad als klassische Glühbirnen, aber auch als Halogenlampen haben. Er liegt bei zwölf Prozent, manchmal sogar darüber. Halogenlampen kommen auf ähnlich gute Werte. Glühbirnen schaffen maximal fünf Prozent. Üblicher sind zwei Prozent, also gerade mal ein Sechstel dessen, was eine Leuchtdiode schafft. Nur Natriumdampflampen haben mit 30 Prozent einen deutlich höheren Wirkungsgrad. Doch ist deren Einsatz meist auf Außenbereiche beschränkt.

Anders ausgedrückt: Ein LED-Strahler erzeugt im Minimum 68 Lumen je Watt. Eine Glühlampe bringt es auf 12 Lumen je Watt. Letztere lebt nur 1.000 Betriebsstunden, eine LED-Lampe etwa 15.000 Stunden.

Auch Tageslicht nutzen

Eine zweite Möglichkeit ist die Nutzung von Tageslicht. Entsprechende Konzepte lassen sich aber nur im Neubau umsetzen. Im Bestand sind sie im Nachhinein nicht oder nur mit großem finanziellen Aufwand zu implementieren. Hier müssen also energiesparende Lichtsysteme zum Einsatz kommen.

Bei diesen Systemen sind die Investitionskosten zwar höher, aber die Wartungskosten deutlich niedriger als bei Glühbirnentechnik. Und: Diese Systeme lassen sich leichter in eine smarte Gebäudesteuerung einbinden. Sie können sich also, gerade im öffentlichen Bereich, mit der Intensität des Tageslichts ein- und ausschalten. Gleiches gilt für die zeitliche Nutzung von Räumen.

Ist niemand drin, geht das Licht von allein aus. „Moderne Beleuchtungsanlagen registrieren bereits, wie lange sich ein Office-Worker wo aufhält“, beschreibt Springer-Gabler Autor Robert Nehring in seinem Buchkapitel Smart Office 4.0 - Der digitale Wandel im Büro auf Seite 984 die Möglichkeiten, die sich aus der intelligenten Steuerung des Lichts ergeben.

Der Originalartikel ist auf springerprofessional.de erschienen:

http://bit.ly/2wtZjrK

LED-Strahler erzeugt mindestens 68 Lumen/Watt. Eine Glühlampe bringt es auf 12 Lumen/Watt. Darüber hinaus leben LEDs im Schnitt 15-mal länger.

Frank Urbansky/ PK
, Ärzte Woche 39/2017

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