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Leben 22. September 2017

Buchtipp: Die Glatzkopfbande hält zusammen

Die neunjährige Jana und ihr Banknachbar Kevin schenken einander nichts, weder beim Wettklettern auf dem Schulhof noch beim Schimpfwörter-Dart. Dass sie manchmal blaue Flecken davonträgt, macht Jana nichts aus – bis die blauen Flecken immer zahlreicher werden und Jana plötzlich unstillbares Nasenbluten bekommt. Sie muss in die Klinik, wo eine akute Leukämie festgestellt wird, die durch Chemotherapie behandelt werden soll. In der Klinik lernt sie Sophie und Max kennen, zwei Kinder mit der gleichen Krankheit. Gemeinsam gründen sie die Glatzkopf-Piratenbande und sorgen dafür, dass es auf der Station nicht langweilig wird. Auch Janas Schulklasse hält Kontakt zu ihr. Vor allem Kevin, der dabei äußerst kreativ vorgeht, verblüfft sie mehr und mehr.

Autorin Petra Hillebrand erzählt von einer schlimmen Diagnose und ihrer Bewältigung – davon, wie wichtig für ein Kind im Krankenhaus sowohl Familie als auch echte Freunde sind, vom harten Weg der Chemotherapie, von Behandlungserfolgen und wie die Krankheit trotzdem das Leben verändert, bis hin zum Wiedereinstieg in den Schulalltag. Das alles sehr anschaulich, in kindgerechter Sprache. Die Geschichte macht nachdenklich, aber überhaupt nicht traurig, wozu auch die oft witzigen Illustrationen des Berliner Grafikers Peter Guckes beitragen.

Hillebrand, Petra

Glatzkopfzeit

1. Aufl. 2017, für Leser ab 8 Jahren

104 S., Hardcover, illustriert, Stachelbart-Verlag, 15,40 Euro, ISBN 978-3-945648-04-9

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