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Leben 25. August 2017

Viel mehr Medienkonsum als Sport

Jugendkultur. Im Routine-Tagesablauf haben die modernen Medien bei Jugendlichen anderen Beschäftigungen – auch dem Sport – den Rang abgelaufen. 10,3 Stunden Medienkonsum stehen 5,1 Stunden Sport pro Woche gegenüber.

APAmedAn Wochenenden ist der Unterschied noch eklatanter, verbringen doch Jugendliche dann gar zwölf Stunden mit Medienkonsum. Das hat eine Studie mit 391 Heranwachsenden im Alter zwischen zehn und 14 Jahren in Tirol ergeben. „Der Gebrauch von Medien ist ein bedeutender und bestimmender Faktor für die sportlichen Aktivitäten und die motorischen Leistungen als Teil des komplexen Freizeitverhaltens in der Jugend“, schrieben die Autoren, zu denen Klaus Greier vom Institut für Sportwissenschaften der Universität Innsbruck zählt, vor Kurzem in der Wiener Klinischen Wochenschrift. ( http://bit.ly/2vXC2g4 ). Sie haben bei 391 Kindern und Jugendlichen aus 16 Tiroler Schulklassen im Alter zwischen zehn und 14 Jahren einerseits den Body-Mass-Index und die motorischen Fähigkeiten bestimmt, andererseits deren Medienkonsum erfragt. Frappierend an den Ergebnissen erscheint, dass der Anteil der adipösen Jugendlichen teilweise höher als jener der noch Übergewichtigen liegt: 71,5 Prozent der Burschen waren normalgewichtig, 10,6 Prozent übergewichtig und 13,2 Prozent bereits adipös. Bei den Mädchen lag der Anteil der Normalgewichtigen bei 75 Prozent, 10,9 Prozent waren übergewichtig und 10,3 Prozent adipös. Bei den Schülern der Neuen Mittelschule betrug der Anteil der Normalgewichtigen 69 Prozent, unter den Gymnasiasten hingegen 78,4 Prozent. Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund waren nur zu 62 Prozent normalgewichtig.

Angela Gebert, Markus Lamprecht und Hanspeter Stamm
, Ärzte Woche 35/2017

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