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Leben 30. Juni 2017

Gestörte Reise

Durchfall. Etwa 40 Prozent aller Fernreisenden sind von einer Reisediarrhoe betroffen, wobei Südasien, Afrika südlich der Sahara und Südamerika als Hochrisikogebiete gelten.

Reisedurchfall kann aber auch anderswo auftreten, ändert der Urlaub doch auch die die normalen Lebensgewohnheiten. Aufmerksam sollte der Betroffene werden, wenn er dreimal oder öfter pro Tag flüssigen oder breiigen Stuhlgang hat, vielleicht auch Fieber, Bauchschmerzen oder Übelkeit und Erbrechen hinzukommen. Dann handelt es sich der Definition nach um eine Reisediarrhoe. Aufgrund der Umstellung von den üblichen Ernährungs- und Umgebungsbedingungen, tritt die Reisediarrhoe meist zu Beginn des Urlaubs auf: 90 Prozent der Betroffenen leiden am dritten bis neunten Reisetag unter dieser Gesundheitsstörung.

Möglichst bald wieder wohlfühlen

Vorbeugend sollten sich Reisende in exotischen Ländern an die Regel „Peel it, cook it or forget it – schäl es, koch es oder vergiss es“ halten. Eiswürfel ebenso wie Speiseeis sind mit äußerster Vorsicht oder am besten gar nicht zu konsumieren. Daher sollten am besten Getränke aus Originalflaschen konsumiert werden und auch für das Zähneputzen Wasser aus der Flasche verwendet werden.

Ohne Therapie sollten die Symptome einer Reisediarrhö nach drei bis fünf Tagen verschwunden sein. Mit entsprechender medikamentöser Unterstützung kann die Dauer verkürzt und das Wohlbefinden schnell wieder hergestellt werden. Auf jeden Fall wichtig ist, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen und den Aufbau der normalen Darmflora, die durch den Durchfall zusätzlich zur Ortsveränderung gestört ist, zu unterstützen.

SpringerMedizin, Apotheker Plus 6/2017

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