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Leben 7. April 2017

Bluten und bluten lassen

Ziel des Schröpfens war es, böses Blut aus dem Körper zu leiten und die Selbstheilungskräfte des Körpers zu stärken. Die Schröpfköpfe (zu Jesu Zeiten: Tonkrüge, Anm.), deren Inneres erhitzt wurde, wurden auf den betroffenen Körperteil aufgesetzt. Dort erzeugten sie einen Unterdruck. Beim blutigen Schröpfen wurde die Haut angeritzt. Der Unterdruck zog das Blut heraus. In der Antike wurden Blutegel zur Behandlung von Hämorrhoiden verwendet, in der Nase und sogar auf den Lippen appliziert. Das Tier gibt Hirudin in die Wunde des Patienten ab, um die Blutgerinnung zu verhindern. Diese Therapie von Blutergüssen, Schwellungen, Venenentzündungen und Krampfadern findet bis heute in der Naturheilpraxis Anwendung.

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