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Künstlerin Alexandra Uccusic
© Alexandra Uccusic

Die Vogelwesen der Künstlerin betrachten einander, bewegen sich aufeinander zu, tummeln sich auf Galerien oder vor ornamentalem Hintergrund.

© Alexandra Uccusic

Die Vogelwesen der Künstlerin betrachten einander, bewegen sich aufeinander zu, tummeln sich auf Galerien oder vor ornamentalem Hintergrund.

© Alexandra Uccusic

Die Vogelwesen der Künstlerin betrachten einander, bewegen sich aufeinander zu, tummeln sich auf Galerien oder vor ornamentalem Hintergrund.

 
Leben 5. März 2017

Ein Kosmos fantastischer Tiere

Ausstellung. Der Kontrast zwischen strenger Form und fantastischer Tierwelt zieht die Betrachter von Alexandra Uccusic‘ neuem Zyklus „Seltsame Vögel/Strange Birds“ in seinen Bann. Flauschige Federwesen mit auffallend großen Augen und spitzen, geschlossenen Schnäbeln bevölkern in großen Schwärmen die Leinwände der Künstlerin.

Eins, zwei, drei, ganz viele „seltsame Vögel“ hat die Wiener Malerin Alexandra Uccusic für ihr jüngstes Vorhaben imaginiert und zu Papier gebracht. Der zwischen 2015 und 2017 in einer Kombination aus Aquarell mit Tusche- und Buntstiftzeichnung auf Papier ausgeführte Zyklus widmet sich ganz der Welt der Vögel. Ihr Federkleid geht mitunter mit der farbenreichen Ornamentik des Hintergrundes einen intensiven Dialog ein; auf manchen Blättern sind die Vögel selbst ornamental umhüllt, ihr Habitat abstrahiert angedeutet.

Tiere auf großer Bühne

„Nie sind es Räume, vielmehr bühnenähnliche Hintergründe, vor denen die Tiere sich tummeln. Die Titel einzelner Arbeiten bergen Andeutungen über das Treiben der Vögel, die hier vorzugsweise in Gruppen auftreten. Eine erste Version der Ausstellung wurde im Juli 2016 in der Galleria Cult in Alghero auf Sardinien gezeigt. Für die Ausstellung in Wien hat Uccusic zahlreiche weitere seltsame Vögel kreiert.“ Das sagt die Kuratorin der Schau, Valentina Piredda. Und weiter: „Die „seltsamen Vögel“ absorbieren ihre Umgebung auf ihrem Gefieder. Mittels der Strenge der formalen Entscheidungen der Künstlerin verleiben sie sich historische Dekorationselemente ein und bevölkern so Wandteppiche mit neuen Architekturen.“

Fantastische Tierwesen haben – neben der verfremdeten menschlichen Figur – im Werk von Alexandra Uccusic einen festen Platz. Für Serien wie „Geziefer“ (2015), „Fell und Flossen“ (2011) oder „Unter Wasser“ (2010) hat sie ganze Tierwelten erschaffen. Ihre in den vergangenen Jahren entstandenen Zyklen fügen sich mittlerweile zu einem „Kosmos fantastischer Tiere“ zusammen, in dem man Bewohnern des Wassers, der Lüfte und der Erde begegnet. Ein Paralleluniversum.

Alexandra Uccusic studierte 1992 und 1993 Bildhauerei bei Michelangelo Pistoletto an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Ihre erste Einzelausstellung mit dem Titel „Figuren“ fand im Herbst 2006 in der Galerie Großpetersdorf (Südburgenland) statt. Seitdem sind viele weitere dazu gekommen, u. a. im Ethnografischen Museum Warschau (2011, „The Spirit Image“) und im alten Museum für Völkerkunde („Von Steppennixen, Feuergeistern und tönenden Bergen“, 2012).

Ausstellung Alexandra Uccusic: Seltsame Vögel; Dauer: bis 10. März 2017, geöffnet Montag bis Freitag, 14.00 bis 19.00 Uhr, Galerie Sandpeck, 1080 Wien, Florianigasse 75; Kuratorin: Dr. Valentina Piredda, www.alexandra-uccusic.at/,

www.sandpeck.com

Alexandra Uccusic

1969 in Wien geboren. Das Studium der Architektur an der Technischen Universität Wien schloss sie 1997 ab. Von 1992 bis 1993 studierte sie Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien. 1991 kaufte das Bundesministerium für Unterricht und Kunst eine ihrer Arbeiten im Rahmen des Österreichischen Grafikwettbewerbes an. Sie illustrierte die Bücher „Schamanengeschichten aus Tuwa“, „Schamanengesänge aus Tuwa“ und „Florian Federleicht“ (2011, 2013, 2015).

 

Martin Křenek-Burger

, Ärzte Woche 10/2017

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