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© Lois Lammerhuber/Agentur Lammerhuber
 
Leben 20. Dezember 2016

Kostbares Mostviertel

Prachtband.Die Kulturlandschaft zwischen Sonntagberg und Kürnberg ist auch im Winter eine Augenweide. Lois Lammerhuber und Evelyn Schlag sind ihren Verführungskünsten erlegen.

Die Menschen, die im 10. Jahrhundert die Wälder im Alpenvorland rodeten und planmäßig Siedlungen anlegten, nannten die Gegend in der sie lebten – und die zur Babenberger-Mark gehörte – Ostarrîchi, eine Insel der frühmittelalterlichen Zivilisation inmitten unberührter Wildnis, zwischen Donautal und Hochgebirge. Heute begegnet diese uralte Kulturlandschaft als aufgeräumtes Mosaik aus Wiesen, Feldern und Wäldern, Altsiedelland eben.

Und das ist jetzt angenehm: ein schmales, rund 50 km langes Asphaltband erschließt diese Traumlandschaft. Der „Mostviertel Panoramhöhenweg“ schlängelt sich vom Höhenrücken des Sonntagbergs über St. Leonhard im Walde bis Randegg. Pilger nehmen ihn gern. Und Fotografen. Und Dichterinnen.

Das mehrfach preisgekrönte Autoren-Duo Lois Lammerhuber (Fotografie) und Evelyn Schlag (Texte) haben diese Einladung angenommen und sind immer wieder dieser Route gefolgt. Kostprobe gefällig? „Eine unauffällige Landschaft fordert uns zarter auf, ihre Schönheiten zu entdecken, neugierig zu werden, wie sich ein paar Wiesen, Wege und Waldstücke zueinander verhalten. Sie besteht aus ein paar Windrichtungen.“ Das Werk „die schönste Landschaft der Welt“ ist ein visuelles Gedicht, ein Sehnsuchtsort, dessen Schönheit die Altvorderen erst schaffen mussten.

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