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Modell des Herzens zur Messung der Fließeigenschaften von Blut.

„The Lifesaving Machines“ im Josephinum: Herz aus Glas, Präsentationsmodell.

© (3) Reiner Riedler/ Agency Anzenberg

Bild einer Ausstellung: Rückansicht des Roboters „ECCE2“, der menschliche Bewegungen simuliert.

 
Leben 28. Oktober 2016

Das Leben, ein Summen

Josephinum. WILL – The Lifesaving Machines, eine Ausstellung des Fotografen Reiner Riedler gibt Einblick in die High-Tech-Geräte, die heutigen Ärzten zur Verfügung stehen.

Es gibt sie also doch, die Momente, die einen Menschen verändern. Während eines Besuches in der neonatologischen Abteilung eines Wiener Spitals wurde dem Fotografen Reiner Riedler die Notwendigkeit medizinischer High-Tech-Geräte in kritischen Situationen bewusst. „Die Aura der zum Einsatz kommenden technischen Apparaturen, deren verlässliches Summen und stetiges Blinken, riefen ein Gefühl der Zuversicht und Sicherheit hervor.“ Dieser nachhaltige Eindruck veranlasste Riedler 2011 zum Beginn seines Foto-Zyklus‘ über „Maschinen, die Leben retten, erhalten oder zumindest verbessern können“.

Dialysegeräte, Kunstherzen oder Aortenprothesen zählen zu diesen Geräten, die Leben retten, den „lifesaving machines“. Riedler stellt eine Vielzahl dieser Objekten in den Vordergrund, die in der heutigen Medizin täglich zum Einsatz kommen. Die gleichnamige Schau ist erstmals in Österreich zu sehen und wird im Rahmen von „Eyes On – Monat der Fotografie Wien“ gezeigt.

Recherche beim Hersteller

Das ursprüngliche Vorhaben des Künstlers war es, die Apparate am Ort ihres Einsatzes im Krankenhaus zu fotografieren, aber aufgrund persönlicher und ethischer Bedenken führte Riedler seine Arbeit in der Folge vermehrt bei Herstellern, in Werkstätten, Forschungseinrichtungen, Archiven und Museen fort. Über einen Zeitraum von vier Jahren fotografierte er Beatmungsgeräte, Kunstherzen, Dialysegeräte, Herz-Lungen-Maschinen, Anästhesiegeräte, Herzschrittmacher und Prothesen, bis hin zu experimentellen Apparaturen und humanoiden Robotern, aber auch Lehrmodelle, historische Objekte und Simulationsgeräte. Der Titel der Ausstellung WILL – das englische Wort will bedeutet zugleich: Wollen, Wille, Wunsch, letzter Wille – deutet sowohl das Bestreben des Menschen an, sein irdisches Leben mit Hilfe der Medizin auf das Äußerste zu verlängern, als auch die Anstrengungen von Generationen von Forschern und Ärzten, technische Hilfsmittel zu entwerfen.

In der Ausstellung werden rund siebzig Arbeiten aus dem umfassenden Zyklus zu sehen sein. Zeitgleich mit der Ausstellung im Josephinum erscheint das Buch „WILL“ im Verlag La Fabrica.

Ausstellung Will – The Lifesaving Machines von Reiner Riedler

Josephinum. Sammlungen der Medizinischen Universität Wien

Währinger Straße 25, 1090 Wien.

28. Oktober 2016 – 4. März 2017.

www.josephinum.ac.at

Der Fotograf

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