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© Dragan Tasic
Spektakuläres Erlebnis: Die tanzenden Derwische.
 
Leben 29. August 2016

Salam.Orient 2016: Fokus auf Hoffnung

Reichtum. Syrien, Irak, Iran, Palästina und Türkei zeigen beim diesjährigen Festival Salam.Orient ihre reiche Kunst und Kultur.

Sänger, Musiker, Schriftsteller, Intellektuelle und Tänzer werden gemeinsam mit europäischen Partnern und Freunden vom 13. bis 31. Oktober in Wien den Fokus auf die Hoffnung richten, aber die Krisen zur Sprache bringen. Der irakische Oud-Spieler Omar Bashir, Sohn der Oud-Legende Munir Bashir, verbindet die arabische Maqam-Musik mit Jazz, Latin und Flamenco und versammelt dazu nicht nur die armenisch-irakische Sängerin Rita Movsesian, sondern auch musikalische Freunde aus seinem Geburtsland Ungarn um sich (26. Oktober, Porgy & Bess). Die Isfar Sarabski Band aus Aserbeidschan zeigt die Vielseitigkeit der Improvisation, die in dem Kaukasus-Staat in der traditionellen Musik stark verwurzelt ist und einen reichen Boden für die Übertragung in den Jazz bildet. Das Ergebnis ist klassischer Jazz mit Einflüssen der traditionellen aserbaidschanischen Mugham-Musik (28. Oktober, Radiokultuhaus). Aus dem Iran kommt die vierköpfige Gruppe um Hossein Alizadeh, die die kraftvoll-emotionale Musik ihrer Heimat mitbringt (29. Oktober, Odeon).

Tanzend in die Erkenntnis

Tanz als Ausdrucksmittel: Das aus jungen palästinensischen Künstlern bestehende Diyar Dance Theater zeigt eine Reise aus der Realität mit eingeschränkter Bewegungsmöglichkeit – in Bethlehem – auf der Suche nach einer selbstbewussten Identität, die sich mutig gegen äußere Gewalt und inneren Zorn stellt und die Freiheit neu entdeckt (24. und 25. Oktober, Dschungel Wien). Die mystische Glaubensauffassung des Sufismus hat in ihrer volkstümlichen Ausprägung den Tanz zur Erlangung des Trance-Zustands entwickelt, der zur direkten Vereinigung mit und Erkenntnis von Gott führen soll. Als „tanzende Derwische“ sind die Akteure in manchen Orten der Region zur spektakulären Touristenattraktion geworden. Noureddine Khourchide führt die „tanzenden Derwische von Damaskus“ nach Wien (31. Oktober, Theater Akzent). Zum Angebot für Kinder zählen das Musiktheater „Das bunte Kamel“ mit dem langjährigen Wahlwiener und Oudvirtuosen Marwan Abado, dem seit wenigen Jahren in Wien lebenden syrischen Oudspieler Salah Ammo, dem iranischen Perkussionisten Amirkasran Zandian und dem Erzähler Marko Simsa (14. Oktober, Haus der Musik) sowie dem Trommel-, Sing- und Tanz-Workshop „Rumpeldipumpel – eine Reise ins Morgenland“.

Informationen: www.salam-orient.at

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