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© Pedro Claudio,
Viermal Akkordeon aus Portugal: Danças Ocultas
 
Leben 22. Februar 2016

Geballte Ziehharmonikakraft

Vielfalt beim Internationalen Akkordeonfestival in Wien

Ziemlich exzessiv gibt sich heuer das Akkordeonfestival: Es ist die 17. Auflage dieses internationalen Musikereignisses in Wien und dabei gräbt man einen ganzen Monat lang sowohl in der reichen Tradition als man sich auch mit neuen Projekten aus den unterschiedlichsten Weltgegenden in immer neue Höhen schwingt. Getanzt werden darf auch!

Auf der eher traditionell-heimischen Seite findet sich da der Programmschwerpunkt „Die grüne Mark“, wozu sich z. B. Chilli da Mur und Folksmilch (10. 3.) in der Kirche am Gaussplatz zu einem Doppelkonzert finden. Man schaut und werkt freilich weit über die Grenze hinaus. Die Fülle des Angebots im Bereich Akkordeonmusik zeigt sich nicht zuletzt in der Anzahl an Doppelkonzerten beim diesjährigen Akkordeonfestival, um möglichst viel unterzubringen: In Kombination mit Violine, wie bei Efe Turumtay&Nikola Zaric, oder mit Klarinette, wie das Brüderduo Nebl&Nebl (29. 2. im Ehrbar Saal, Wien 4). Im Jazzclub Porgy&Bess fällt der musikalische Doppel-Blick in den Süden: Mit dem Vesna Petrovic Trio und dem slowenisch-österreichisch-kubanischen Tori Tango-Quartett (3. 3.). Der tanzbare Aspekt des Geschehens bahnt sich an!

Mit einer Serie von Swing Nights bieten die Akkordeon-Festwochen heuer nicht nur die entsprechende Musik für die lustvolle Bewegung, sondern bei einigen Terminen auch einstündiges Tanz-Schnuppern im Vorfeld. Auf dem Programm stehen dabei historische Tänze, wie der Peabody, ein langsamer Paartanz aus etwa 1910 (2. 3. im Aera, Wien 1), oder der Laminu, ein ebenfalls langsamer Paartanz allerdings aus etwa 1940 (24. 2. im Schwarzberg, Wien 4).

Hochkarätige heimische Szene und internationale Stars

Nicht fehlen dürfen natürlich Dobrek Bistro, die mittlerweile in Wien heimische internationale Musikermelange (9. 3. im Orpheum, Wien 22), aber auch Klaus Payer, der im Doppelkonzert mit einer Formation um Georg Breinschmid und Stan Carstenssen antritt (15. 3. im Porgy&Bess). Geballte Akkordeonkraft verströmen die portugiesischen Danças Ocultas mit vier Herren und vier Akkordeons (5. 3. im Stadtsaal, Wien 6) und nicht zu vergessen die Wiener Ziehharmoniker mit Otto Lechner: Ziehharmonika mal 15! Das ist der fulminante Schlusspunkt am 30. März im Orpheum, wobei sich auch die Abschluss-Gala 1 am 19. 3. in der Arena Wien mit den bayerischen Kofelgschroa und den oberösterreichischen Attwenger sehen – und vor allem hören lassen kann!

17. Internationales Akkordeonfestival, 20. 2. – 21. 3. 2016, an zahlreichen Spielorten; Informationen: www.akkordeonfestival.at

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