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Leben 7. Dezember 2015

Das Böse im Kuscheltier

Schadstoffe und Fertigungsmängel bei Stofftieren für Kleinkinder.

Wegen Schadstoffen oder gerissenen Nähten schneiden 16 von 23 aktuell getesteten Plüschtieren „nicht zufriedenstellend“ ab, wie das Onlineportal konsument.at des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) berichtet. Betroffen sind auch Produkte namhafter Hersteller wie Käthe Kruse, Sigikid und Steiff.

In 14 Stofftieren wurden kritische Mengen von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) gefunden. Einige Teddys, Katzen und Mäuse enthielten auch Formaldehyd oder Weichmacher. Zwei Stofftiere hätten aufgrund ihrer mangelhaften Verarbeitung gar nicht verkauft werden dürfen. Nur fünf erhielten am Ende eine „sehr gute“ oder „gute“ Bewertung.

Welche Gefahren gehen von den Produkten konkret aus?

Ein unmittelbares Risiko stellen von instabile, schnell reißende Nähten dar: Kleinkinder könnten die Füllwatte herausziehen und in den Mund stecken. Langfristig gefährlich sind dagegen Schadstoffe, die beim Spielen über den Mund und die Haut aufgenommen werden können. „Die nachgewiesenen Mengen sind zwar nicht akut giftig, sie wirken aber langfristig im Organismus“, erläutert VKI-Projektleiter Christian Undeutsch.

Einige der gefundenen Stoffe etwa gelten als krebserregend und fortpflanzungsschädigend. „Gerade in Kinderprodukten haben solche Substanzen nichts zu suchen“, betont der Experte. „Immerhin gibt es ja bereits Hersteller, die vormachen, dass es genauso gut auch ohne Schadstoffe geht.“

VKI-Tipps für Eltern

• Fühlen und riechen: Riecht das Spielzeug unangenehm oder sieht es nachlässig verarbeitet aus, sollte man die Finger davon lassen. Zur Probe eventuell ein wenig an den Nähten, Etiketten oder Knopfaugen ziehen.

• Waschbarkeit: Plüschspielzeug sollte aus hygienischen Gründen waschbar sein und ein Waschgang vor der ersten Benutzung ist empfehlenswert. Allerdings: Schadstoffe wie PAK lassen sich dadurch nicht entfernen.

• Auf Prüfzeichen achten: Das CE-Zeichen ist für Spielzeug Pflicht. Der Hersteller versichert damit, dass er die geltenden rechtlichen Anforderungen für das Produkt einhält. Aber Achtung: Eine unabhängige Überwachung wie beim GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit) findet nicht statt.

Der Test „Plüschtiere“ ist ab sofort kostenlos einsehbar:

www.konsument.a t VKI

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