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© Martin Burger
Thomas Rülicke, Institut für Labortierkunde, und Dr. Herwig Grimm vom Meserli Forschungsinstitut (re.).
 
Leben 19. Oktober 2015

Materialschlacht in den Labors

Die Mehrzahl der Grundlagen-Erkenntnisse ist nicht reproduzierbar.

Selbstkritik von Wissenschaftlern hört man selten. An der Vetmed Uni Wien möchte man u.a. die Zahl der Versuchstiere verringern.

„Wir brauchen neue Wissenschaftsstrukturen, mehr Transparenz und Reproduzierbarkeit“, sagt Prof. Dr. Thomas Rülicke. In den USA müssen pro Jahr 28 Milliarden Dollar als „Irreproducible Biology Research Costs“ abgeschrieben werden. Gründe dafür: schlechtes Studiendesign, schlechte Datenanalyse und schlechtes Material. 75 Prozent der grundlegenden Studien seien in den Pharmalabors nicht reproduzierbar, sagt Rülicke. Um das zu ändern, müsse die Veröffentlichung der Forschungsergebnisse als Förderbedingung festgeschrieben werden. Tiermodelle müssten registriert werden, Mäuse bei der „Federation of international Mouse Resources“. Rülicke: „Sharing is caring. Das spart unglaublich viele Tiere.“

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